
Citrus aurantium bergamia
Der Duft, den fast jeder aus dem Earl Grey kennt: zitrisch-frisch mit einem blumigen Hauch – hell, ohne spitz zu sein. Und das Zitrusöl, bei dem der Abstand zur Sonne besonders zählt.

Duftprofil
Zitrisch-frisch mit blumigem Hauch, weicher als Zitrone
Duftnote
Kopfnote
Gewinnung
Kaltpressung der Fruchtschale
Pflanze
Bergamotte, ein Zitrusbaum aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae)
Herkunft
Italien und Marokko
Anwendungsarten

Bergamotte ist die Zitrusfrucht, deren Duft die meisten Menschen schon kennen, ohne das Öl je in der Hand gehalten zu haben – sie gibt dem Earl Grey Tee seinen unverwechselbaren Charakter und wurde für das erste echte Kölnisch Wasser verwendet. Der Name führt nach Bergamo in Norditalien; überliefert ist, dass Christoph Kolumbus die Frucht von den Kanarischen Inseln dorthin brachte. Botanisch gehört der Baum zu den Rautengewächsen (Rutaceae), das Öl wird durch Kaltpressung aus der Fruchtschale gewonnen, klassisch in Italien, daneben auch in Marokko. Das Duftbild erklärt sich aus der Zusammensetzung: Limonen macht rund 34 bis 45 Prozent aus und bringt die helle Zitrusschale mit, Linalylacetat mit 22 bis 36 Prozent ist ein Ester und legt darüber den weichen, leicht blumigen Zug, dazu kommen Linalool mit 3 bis 15 Prozent, Gamma-Terpinen mit 6 bis 10 Prozent und Beta-Pinen mit 5 bis 9 Prozent. Genau diese Doppelnatur macht Bergamotte in Mischungen so brauchbar – sie ist frisch, ohne die Schärfe von Zitrone, und blumig, ohne schwer zu werden. Bei Young Living steckt sie unter anderem in Joy, in Gentle Baby und in KidScents GeneYus. Ein Unterschied ist dabei wichtig: In solchen fertigen Mischungen setzt der Hersteller nach eigenen Angaben furocumarinfreie Bergamotte ein – das reine, kaltgepresste Einzelöl auf dieser Seite ist das nicht, und deshalb gilt hier der Sonnenabstand nach dem Hautauftrag ohne Abstriche. Und noch eine Abgrenzung: In der deutschen Preisliste gibt es Bergamotte ausschließlich als reguläres Einzelöl in 15 ml. Eine Plus-Variante für die Küche existiert nicht, also wird dieses Öl bei uns nur aromatisch und verdünnt auf der Haut verwendet – trotz Earl Grey nicht in der Tasse.
Bergamotte ist unter den Zitrusölen das weiche: hell und zugleich rund, frisch, ohne spitz zu sein. Viele beschreiben den Duft als eleganter und wärmer als den von Zitrone oder Grapefruit.
Der blumige Hauch kommt vom hohen Anteil an Linalylacetat – einem Ester, der auch dem Lavendel seinen weichen Zug gibt. Das erklärt, warum Bergamotte zwischen Zitrus und Blüte vermittelt.
Wird traditionell in der Aromatherapie tagsüber eingesetzt – am Vormittag, am Schreibtisch, für einen Moment Duft zwischendurch. Viele beschreiben Bergamotte als ihr Alltagszitrusöl.
Im Riechstift hält Bergamotte Praxisberichten zufolge länger als andere Zitrusöle – ein praktischer Vorteil, wenn der Stift unterwegs in der Tasche mitfährt.
In der Parfümerie ist Bergamotte seit Jahrhunderten gesetzt: Sie prägt das erste echte Kölnisch Wasser und wird bis heute für ihren frisch-warmen, kultivierten Duftcharakter geschätzt.
Konkrete Ideen, wie du Bergamotte in deinen Alltag integrieren kannst.
Gib Bergamotte in den Diffuser, wenn der Tag anfangen soll – in der Küche, im Arbeitszimmer, am Schreibtisch. Der Duft füllt den Raum hell aus, ohne so scharf zu wirken wie reine Zitrone. Für die Anwendung im Diffuser spielt die Photosensibilität keine Rolle, sie betrifft nur die Haut.
3–5 Tropfen im Diffuser
Träufle die Tropfen auf den Wattestab eines leeren Riechstifts und verschließe ihn gut. Ein Riechstift kommt ohne Hautkontakt aus und ist deshalb auch tagsüber und im Sommer unbedenklich. Bergamotte hält darin Praxisberichten zufolge länger als andere Zitrusöle.
3 Tropfen auf den Wattestab
Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Der unkomplizierteste Weg, sich zwischendurch einen Moment zu nehmen – ohne Hautkontakt und damit ohne Sonnenfrage.
direkt aus der Flasche inhalieren
Mische 2 Tropfen Bergamotte in 10 ml Trägeröl – das entspricht etwa 1 Prozent – und trage die Mischung abends auf die Fußsohlen auf. Die Fußsohlen gelten als unempfindlichste Stelle, und ein großer Teil der Sonnen-Karenz vergeht im Schlaf – abgelaufen ist sie am Morgen aber noch nicht: Es gelten mindestens 12 Stunden, bei intensiver Sonne bis zu 48. Auf Gesicht, Dekolleté, Unterarme oder andere Stellen, die am nächsten Tag Sonne abbekommen, gehört Bergamotte nicht.
2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl
Wenn eine Diffuser-Mischung zu spitz gerät, ist ein einzelner Tropfen Bergamotte oft das fehlende Zwischenglied: Sie verbindet helle Zitrusnoten mit schweren Blüten- und Holzölen und rundet den Übergang ab. Fang klein an – Bergamotte trägt weit und übernimmt schnell die Führung.
1–2 Tropfen als Ergänzung

Unser Tipp
Zwei praktische Dinge, die bei Bergamotte den Unterschied machen. Erstens die Sonne: Auf der Haut ist Bergamotte ein Abendöl. Die Photosensibilität betrifft ausschließlich den Hautauftrag – im Diffuser gilt sie nicht. Wer das Öl trotzdem auf der Haut mag, trägt es abends verdünnt auf die Fußsohlen auf: Ein großer Teil der Karenzzeit vergeht dann im Schlaf, und tagsüber sind die Füße ohnehin meist von Schuhen bedeckt. Abgelaufen ist sie nach einer Nacht allerdings nicht – die Mindestkarenz beträgt 12 Stunden, bei intensiver Sonne bis zu 48. Zweitens die Lagerung: Kaltgepresste Zitrusöle sind die kurzlebigsten überhaupt und nach dem Öffnen etwa sechs bis zwölf Monate gut. Bewahre die Flasche kühl und dunkel auf, nicht über rund 38 Grad – also weder im Auto noch auf der Fensterbank oder neben dem Herd. Und nur in Glas: Zitrusöle lösen Weichplastik an. Deckel fest schließen, sonst verduftet das Öl im Wortsinn.
Schlichte Diffuser-Mischung für die erste Tageshälfte. Zedernholz stellt eine ruhige, holzige Basis unter den Zitruston, damit er nicht nur oben schwebt. Diese Mischung bleibt im Diffuser: Bergamotte macht die Haut vorübergehend lichtempfindlich.
Blumig-zitrische Diffuser-Mischung für den Nachmittag – Ylang Ylang bringt die schwere Blüte, Neroli die feine Zitrusblüte, Bergamotte hält beides hell. Botanisch sind Neroli und Bergamotte übrigens verwandt: dieselbe Art, einmal aus der Blüte, einmal aus der Schale. Auch diese Mischung bleibt im Diffuser.
Für den Übergang in den Feierabend: Lavendel nimmt der Bergamotte die Spitze, Weihrauch gibt der Mischung Tiefe. Wenn du an sonnigen Tagen ganz ohne Zitrusfrage auskommen möchtest, lass die Bergamotte einfach weg – Lavendel und Weihrauch sind nicht photosensibel. Im Diffuser anwenden, nicht auf der Haut.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Bergamotte eine Rolle spielen kann.
Bergamotte wird vor allem für ihren Duft geschätzt: zitrisch-frisch, aber mit einem blumigen Hauch und deutlich weicher als Zitrone. Im Diffuser kommt sie deshalb häufig tagsüber zum Einsatz – am Vormittag, in der Küche, am Schreibtisch. Ein zweiter, sehr praktischer Einsatzbereich ist der Riechstift für unterwegs, weil er ohne Hautkontakt auskommt. Und in Mischungen ist Bergamotte oft das Verbindungsstück zwischen hellen Zitrusnoten und schweren Blüten- oder Holzölen. Bei Young Living steckt sie unter anderem in Joy, Gentle Baby und KidScents GeneYus.
Ja, genau der. Bergamotte gibt dem Earl Grey Tee seinen unverwechselbaren Charakter, und sie wurde für das erste echte Kölnisch Wasser verwendet – wer den Duft zum ersten Mal riecht, erkennt ihn meist sofort wieder. Beschreiben lässt er sich als helle Zitrusschale mit einem weichen, leicht blumigen Zug darüber: frisch, ohne die Schärfe von Zitrone, elegant, ohne schwer zu werden. Verantwortlich dafür sind vor allem Limonen (rund 34 bis 45 Prozent) und Linalylacetat (22 bis 36 Prozent). Wichtig trotz der Tee-Assoziation: Das ätherische Öl gehört nicht ins Getränk. Wir verwenden Bergamotte ausschließlich im Diffuser und verdünnt auf der Haut – und für die Haut gilt bei diesem Öl die Sonnenregel: 2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl, danach mindestens 12 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium, bei intensiver Sonne bis zu 48.
Weil kaltgepresste Zitrusöle Bestandteile enthalten, die die Wirkung der Sonne auf der Haut verstärken. Nach dem Hautauftrag gilt deshalb: mindestens 12 Stunden, bei intensiver Sonne oder Solarium bis zu 48 Stunden kein direktes Sonnenlicht und kein UV-Licht auf die behandelten Stellen – im Zweifel den ganzen Tag. Im Diffuser spielt das keine Rolle, dort besteht kein Hautkontakt. Häufige Rückfrage dazu: In fertigen Young-Living-Mischungen setzt der Hersteller nach eigenen Angaben furocumarinfreie Bergamotte ein. Was das für die jeweilige Mischung bedeutet, entscheidet die Mischung – nicht diese Seite: Richte dich dort nach den Hinweisen der jeweiligen Produktseite, die durchaus strenger ausfallen können. Für das reine, kaltgepresste Einzelöl hier gilt der Sonnenabstand ohne Abstriche.
In der Schwangerschaft gilt bei ätherischen Ölen grundsätzlich: vorher mit Ärztin, Hebamme oder Heilpraktikerin sprechen. Die uns vorliegende Schwangerschafts-Ampelliste führt Bergamotte in der grünen Gruppe, allerdings nicht namentlich, sondern über die Sammelangabe „alle Zitrusöle" – und diese Liste ist eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024, keine wissenschaftliche oder behördliche Freigabe. Für die Stillzeit liegt uns zu Bergamotte keine eigene Einstufung vor. Für Kinder liegt uns für das reine Einzelöl keine belegte Altersfreigabe vor, deshalb nennen wir hier keine. Wenn Bergamotte bei Kindern zum Einsatz kommt, dann verdünnt, in Absprache mit Kinderärztin oder Hebamme – und mit derselben Sonnenregel wie bei Erwachsenen: nach dem Auftragen mindestens 12 Stunden, bei intensiver Sonne bis zu 48 Stunden keine direkte Sonne und kein Solarium.
Bergamotte harmoniert besonders gut mit Blütenölen wie Ylang Ylang und Neroli, mit Lavendel und mit ruhigen Holz- und Harzölen wie Zedernholz oder Weihrauch – und sie ist selbst Bestandteil der fertigen Mischung Joy. Für den Vormittag eignet sich „Heller Vormittag" aus 3 Tropfen Bergamotte und 2 Tropfen Zedernholz im Diffuser. Für den Nachmittag „Weiche Blüte" mit 3 Tropfen Bergamotte, 3 Tropfen Ylang Ylang und 2 Tropfen Neroli. Und für den Abend „Abendlicht" mit 2 Tropfen Bergamotte, 3 Tropfen Lavendel und 1 Tropfen Weihrauch. Alle drei bleiben im Diffuser. Wer an sonnigen Tagen eine Alternative sucht, lässt die Bergamotte weg: Lavendel, Weihrauch und Zedernholz sind nicht photosensibel.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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