
Pelargonium graveolens
Blumig-süß und rosenähnlich – Geranie bringt einen weichen, ausgleichenden Ton in den Raum und rundet Mischungen ab, die sonst kantig bleiben.

Duftprofil
Blumig, süß, rosenähnlich mit grüner Note
Duftnote
Herznote
Gewinnung
Wasserdampfdestillation aus den Blättern
Pflanze
Rosengeranie (Pelargonium graveolens)
Herkunft
Ägypten
Anwendungsarten

Geranienöl stammt von der Rosengeranie, botanisch ein Storchschnabelgewächs (Geraniaceae) und trotz ihres Namens keine Rose. Gewonnen wird es per Wasserdampfdestillation – und zwar aus den Blättern, nicht aus den Blüten; das Öl für unsere Seite kommt aus Ägypten. Den charakteristischen Duft prägen Citronellol mit rund 25 bis 36 Prozent und Geraniol mit 10 bis 18 Prozent, dazu Linalool und Isomenthon: eine Kombination, die blumig-süß und deutlich rosenähnlich riecht, mit einer grünen, leicht krautigen Kante darunter. Genau diese Doppelnatur macht Geranie in Mischungen so nützlich – sie verbindet helle Zitrusdüfte mit schweren Holz- und Harznoten und schließt die Lücke dazwischen. Bei Young Living steckt sie unter anderem in der Mischung Joy. Nicht zu verwechseln ist dieses Öl mit Geranium Bourbon, einem eigenen Artikel von der Insel La Réunion mit anderem Duftprofil – diese Seite beschreibt ausschließlich die ägyptische Geranie.
Der erhebende Blumenduft wird in der Aromatherapie mit innerem Ausgleich assoziiert – viele beschreiben ihn als weich und wohltuend.
Der Duft wird in der Aromatherapie traditionell mit Loslassen verbunden. Viele berichten von einem Gefühl, innerlich wieder Boden zu bekommen.
Kann dabei unterstützen, angespannte Momente ruhiger werden zu lassen – ein Grund, warum Geranie in der Aromatherapie oft am Abend zum Einsatz kommt.
Wird geschätzt für seinen hellen, hoffnungsvollen Duftcharakter: Geranie ist deshalb auch Bestandteil der Mischung Joy.
Wird traditionell in der Naturkosmetik verwendet und für ein gepflegtes, ausgeglichenes Hautgefühl geschätzt – verdünnt in Gesichts- und Körperölen.
Konkrete Ideen, wie du Geranie in deinen Alltag integrieren kannst.
Gib Geranie in den Diffuser, wenn der Tag zur Ruhe kommen soll. Der blumig-süße Duft wird in der Aromatherapie mit Ausgleich und Loslassen assoziiert – viele stellen den Diffuser dafür ins Wohnzimmer oder eine Stunde vor dem Zubettgehen ins Schlafzimmer.
1–3 Tropfen im Diffuser
Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Ein unkomplizierter Weg, sich zwischendurch einen Moment zu nehmen – ganz ohne Hautkontakt und deshalb auch unterwegs möglich.
direkt aus der Flasche inhalieren
Mische 2 Tropfen Geranie in 10 ml Trägeröl (etwa 1 Prozent) und trage die Mischung auf Nacken, Handgelenke oder Fußsohlen auf. Die Fußsohlen gelten dabei als die unempfindlichste Stelle. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen.
2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl
Für die tägliche Pflege 3 Tropfen Geranie in 30 ml Trägeröl geben – etwa Jojoba-, Argan- oder Olivenöl. Der rosenähnliche Duft wird in der Naturkosmetik seit Langem geschätzt. Bei empfindlicher Haut vorher an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten.
3 Tropfen auf 30 ml Trägeröl
Zwei bis vier Tropfen Geranie reichen für ein Vollbad. Wichtig: Ätherische Öle lösen sich nicht in Wasser – rühre sie deshalb zuerst in einen Emulgator ein, etwa in einen Esslöffel Sahne, Honig oder Trägeröl, und gib die Mischung erst dann ins einlaufende Wasser.
2–4 Tropfen mit Emulgator ins Badewasser
Gib 2 Tropfen Geranie auf ein feuchtes Tuch oder einen Wäscheball und lege beides mit in den Trockner. Die Wäsche bekommt dadurch einen zarten, blumigen Duft, der deutlich weicher ausfällt als der von Zitrusölen.
2 Tropfen auf Tuch oder Wäscheball

Unser Tipp
Geranie ist ein Öl, das man leicht überdosiert. Ihr Duft ist dicht und trägt weit; manche Menschen empfinden ihn schon in kleiner Menge als sehr intensiv. Fang deshalb mit 1 bis 2 Tropfen im Diffuser an und taste dich hoch – nicht umgekehrt. Und wenn dir eine Mischung zu spitz oder zu schwer gerät, ist Geranie oft das fehlende Zwischenglied: ein einzelner Tropfen zu einem Zitrus- oder Holzöl gleicht den Duft aus, ohne ihn zu überschreiben.
Ruhige Diffuser-Mischung für den Übergang in den Feierabend. Lavendel nimmt der Geranie die Süße und macht den Duft rund.
Helle, warm abgerundete Diffuser-Mischung für den Nachmittag – Orange bringt Licht hinein, Weihrauch gibt ihr Tiefe, Geranie verbindet beides. Wegen des Orangenanteils bleibt sie im Diffuser und kommt nicht auf die Haut: Kaltgepresste Zitrusöle machen die Haut vorübergehend lichtempfindlich, nach dem Auftragen sind 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium einzuplanen.
Für die Hautpflege: die Tropfen in 30 ml Trägeröl geben (Jojoba, Argan oder Olivenöl) – das entspricht rund 1 Prozent. In einer dunklen Glasflasche aufbewahren und innerhalb weniger Monate aufbrauchen. Nicht im Gesicht anwenden, wenn die Haut gereizt ist.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Geranie eine Rolle spielen kann.
Geranie wird vor allem für ihren blumig-süßen, rosenähnlichen Duft geschätzt, der in der Aromatherapie mit innerem Ausgleich und mit Loslassen assoziiert wird. Im Diffuser kommt sie deshalb häufig am Abend zum Einsatz, wenn der Tag zur Ruhe kommen soll. Ein zweiter, ganz praktischer Einsatzbereich ist die Naturkosmetik: verdünnt in einem Gesichts- oder Körperöl wird Geranie für ein gepflegtes Hautgefühl geschätzt. Und in Mischungen ist sie oft das Verbindungsstück zwischen hellen und schweren Düften.
Geranie riecht blumig und süß, mit einer deutlichen Rosennote und einer grünen, leicht krautigen Kante darunter. Verantwortlich dafür sind vor allem Citronellol (rund 25 bis 36 Prozent) und Geraniol (10 bis 18 Prozent). Wer Rose kennt: Geranie geht in eine ähnliche Richtung, ist aber krautiger, klarer und weniger schwer. Geranium Bourbon ist bei Young Living ein eigener Artikel und nicht dasselbe Öl – es stammt von der Insel La Réunion im südlichen Indischen Ozean, kommt in 5 ml statt 15 ml und wird als wärmer, frischer und grüner beschrieben. Wenn du gezielt das hier beschriebene Öl suchst, achte auf die ägyptische Herkunft.
Ja, verdünnt ist Geranie ein klassisches Öl der Naturkosmetik. Eine einfache Basis sind 3 Tropfen auf 30 ml Trägeröl, also rund 0,5 Prozent und damit bewusst mild – als Trägeröl eignen sich Jojoba-, Argan- oder Olivenöl; Mandelöl empfehlen wir wegen möglicher Kreuzallergien seltener. Reines ätherisches Öl gehört nie unverdünnt aufs Gesicht. Mach vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und warte 24 Stunden ab. Bei gereizter oder verletzter Haut pausiere die Anwendung, und rund um die Augen wird grundsätzlich nichts aufgetragen.
In der Schwangerschaft gilt bei ätherischen Ölen grundsätzlich: vorher mit Ärztin, Hebamme oder Heilpraktikerin sprechen – auch bei Geranie, besonders wenn du sie regelmäßig über längere Zeit anwenden möchtest. In der uns vorliegenden Schwangerschafts-Ampelliste steht Geranie zwar in der grünen Gruppe; diese Liste ist allerdings eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine wissenschaftliche oder behördliche Freigabe. Dazu kommt: In der Schwangerschaft reagieren viele Frauen empfindlicher auf Düfte, und Geranie ist ein intensives Öl. Deshalb gilt sparsam dosieren, gut verdünnen und im Zweifel zunächst nur im Diffuser arbeiten, mit offener Tür und guter Belüftung.
Geranie harmoniert besonders gut mit Lavendel, mit Weihrauch und mit hellen Zitrusölen wie Orange – und sie ist selbst Bestandteil der fertigen Mischung Joy. Für den Feierabend eignet sich „Blumige Abendruhe" aus 3 Tropfen Geranie und 3 Tropfen Lavendel im Diffuser. Für den Nachmittag rundet „Weicher Ausgleich" mit 2 Tropfen Geranie, 2 Tropfen Orange und 1 Tropfen Weihrauch den Duft warm ab – diese Mischung bleibt wegen des Orangenanteils im Diffuser. Und für die Hautpflege lässt sich ein Körperöl aus 3 Tropfen Geranie und 3 Tropfen Lavendel in 30 ml Trägeröl anrühren. Als Faustregel gilt: Geranie führt eine Mischung selten an, aber sie hält sie zusammen – ein Tropfen weniger ist meist der bessere Anfang.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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