
Pferde mögen viele Öle sehr – manchmal zu sehr. Wer eine Flasche hinhält, sollte sie gut festhalten. Ein Überblick über die bewährtesten Anwendungen rund um Stress, Gelenke und Hufe.

Pferde haben einen feinen Geruchssinn und reagieren auf viele ätherische Öle mit großem Interesse. Manche schnuppern intensiv und bleiben ruhig, andere reagieren mit Kopfschütteln oder Abwenden – auch das ist ein Signal, das du respektieren solltest.
Im Vergleich zu Hunden sind die Dosierungen bei Pferden großzügiger – sie haben deutlich mehr Körpermasse. Die Grundregel bleibt: Erst riechen lassen, nie aufzwingen, Reaktion beobachten.
Praxis-Erfahrungen, die viele Pferdebesitzer regelmäßig teilen.
Stress Away oder Peace & Calming (gut verdünnt in Kokosöl) auf Hals und Schulter auftragen. Mindestens 20–30 Minuten vor dem stressenden Ereignis beginnen. Lass dein Pferd an der Flasche schnuppern, bevor du aufträgst.
Copaiba und Weihrauch gemischt auf betroffene Gelenke auftragen – großzügig verdünnt. Bei den Augen: mit einem sauberen Finger eine liegende Acht um das Auge streichen, ohne direkten Kontakt mit dem Auge. Niemals Öl direkt ins Auge.
Thieves auf die gereinigte Hufsohle auftragen – mit Kokosöl verdünnt. Wird als ergänzende Maßnahme zur Hufpflege genutzt. Die regelmäßige Anwendung zeigt laut vieler Pferdebesitzer positive Effekte auf die Hufqualität.

Auf die Hufsohlen aufgetragen – als Ergänzung zur Hufpflege und zur allgemeinen Widerstandsfähigkeit. Gut verdünnen, da Thieves ein intensives Öl ist.
Für nervöse Pferde, die bei neuen Situationen schnell aufdrehen. Als topische Anwendung auf Schläfen oder Hals, immer mit einem Trägeröl verdünnt.

Kein ätherisches Öl, aber ein beliebtes Ergänzungsprodukt: dem Futter oder dem Wasserbottich beigegeben – von vielen Pferdebesitzern zur allgemeinen Vitalität genutzt.
Das Sommerekzem ist für viele Pferdebesitzer eine saisonale Herausforderung. In der Young Living Community berichten mehrere Halter von deutlich beschwerdeärmeren Sommern, seitdem sie ätherische Öle begleitend einsetzen.
Wir können dazu keine medizinischen Aussagen machen – aber wenn du ein Pferd mit Sommerekzem hast und nach natürlichen Ergänzungen suchst: Es lohnt sich, mit einem erfahrenen Tierheilpraktiker zu sprechen, der Öle kennt.
Ein 600 kg schweres Pferd braucht naturgemäß mehr als ein Mensch. Als Orientierung: 5–10 Tropfen statt 1–2 – immer noch mit Trägeröl verdünnen. Unverdünnte heiße Öle trotzdem immer vermeiden.
Halte die geschlossene Flasche in 15–20 cm Abstand hin. Zeigt das Pferd Interesse (schnüffelt, entspannt die Nüstern), kannst du auftragen. Dreht es den Kopf weg: Kein Einsatz heute.