Naturduft Erleben
Blog·9 Min. Lesezeit

Kochen mit Plus-Ölen: Wenn ein Tropfen den ganzen Kräutertopf ersetzt

Umrechnungstabelle, Rezeptideen von herzhaft bis süß und die drei Grundregeln, mit denen in der Küche nichts schiefgeht.

Helle Küche mit frischen Kräutern, aufgeschnittenen Zitronen und einem Glaskrug Wasser auf einem Holzbrett

Das Rezept verlangt frischen Thymian, den Abrieb einer Bio-Orange und ein Spritzer Zitrone soll auch noch hinein – aber der Kräutertopf ist welk, die Orange gibt es nur gespritzt und die letzte Zitrone ist gestern in den Tee gewandert. Genau für solche Momente gibt es die Plus-Linie von Young Living: ätherische Öle, die als Nahrungsmittel etikettiert sind und deshalb ganz offiziell in die Küche gehören.

Ein wichtiger Punkt gleich vorweg, weil er über allem steht: Nur die Plus-Öle mit weißem Etikett sind für Rezepte und Getränke gedacht. Die regulären ätherischen Öle mit buntem Etikett sind als Kosmetikprodukte deklariert – sie gehören in den Diffuser oder verdünnt auf die Haut, aber niemals ins Essen. Diese beiden Linien werden auf unserer Seite konsequent getrennt behandelt, und das solltest du zu Hause genauso halten.

In diesem Artikel findest du alles, was du fürs Kochen mit Plus-Ölen brauchst: die Umrechnungstabelle von frischer Zutat zu Tropfen, die drei Küchen-Grundregeln aus dem offiziellen EU-Material, konkrete Ideen für herzhafte Gerichte, Süßes und Getränke – und fünf DIY-Rezepte, die sich auch wunderbar verschenken lassen.

Zitronenöl (reguläre Linie)

Zitronenöl (reguläre Linie) (Citrus limon)

Duft und Haushalt – nicht für die Küche

Auf der verlinkten Seite findest du das reguläre Zitronenöl mit buntem Etikett – es ist für Diffuser und Haushalt gedacht und wird nicht eingenommen. Fürs Kochen verwendest du ausschließlich Zitrone+ mit weißem Etikett: 1–2 Tropfen auf 0,7–1 Liter Wasser, in Soßen, Salaten, Hollandaise, Zitronenkuchen, Joghurt oder Smoothies. Die beiden Linien nie vermischen.

Reguläre LinieDiffuserHaushaltNicht einnehmen
Was Plus-Öle sind – und warum die Trennung so wichtig ist

Was Plus-Öle sind – und warum die Trennung so wichtig ist

Plus-Öle sind dieselben hundertprozentig reinen ätherischen Öle wie die regulären Öle von Young Living – aber speziell für die Einnahme als Nahrungsmittel etikettiert. Erkennbar sind sie am weißen Etikett; in den USA heißt dieselbe Linie Vitality. Reguläre Öle mit buntem Etikett sind dagegen als Kosmetikprodukte deklariert und gehören ausschließlich in den Diffuser oder verdünnt auf die Haut – niemals ins Essen. Diese Trennung ist keine Formalie, sondern die wichtigste Regel dieses Artikels: Reguläre Öle werden grundsätzlich nicht eingenommen, und wer die Linien vermischt, riskiert Anwendungsfehler. Plus-Öle sind aromatische, konzentrierte Pflanzenextrakte aus Kräutern, Früchten und Bäumen, gewonnen durch Destillation, Harzgewinnung oder Kaltpressung. Sie sind deutlich potenter als getrocknete Kräuter – ein einziger Tropfen kann einen ganzen Teelöffel ersetzen. Für die Küche heißt das: frischer Geschmack von Kräutern und Zitrus, lange Haltbarkeit, immer griffbereit, ohne künstliche Zusätze und in Seed-to-Seal-Qualität. Mehr als 25 Plus-Öle sind in der EU erhältlich – von Zitrone+ über Dill+ und Oregano+ bis Zimtrinde+. Wichtig beim Namensvetter: Zitrone+ ist das Küchenöl, das reguläre Zitronenöl bleibt für Duft und Haushalt reserviert. Beide sehen sich ähnlich, haben aber völlig unterschiedliche Aufgaben – am besten lagerst du sie getrennt, damit im Kochtrubel nichts durcheinandergerät.

Praxistipps:

  • Vor jedem Rezept aufs Etikett schauen: weiß = Küche, bunt = Diffuser und Haut.
  • Zitrone+ fürs Kochen, reguläres Zitronenöl für Duft und Haushalt – nie vermischen.
  • Auch Orange gibt es doppelt: In der Küche ausschließlich Orange+ verwenden.
  • Die komplette Plus-Linie findest du gesammelt auf unserer Übersichtsseite zur Plus-Linie.

Die 3 Küchen-Grundregeln: nutzen, verdünnen, abwarten

Das offizielle EU-Material von Young Living bringt das Kochen mit Plus-Ölen auf drei einfache Grundregeln – wer sie kennt, kann kaum etwas falsch machen. Erstens: NUTZEN. Ätherische Öle sind stark konzentriert, deshalb gilt immer: wenig verwenden. Ein ganzer Tropfen ist gerade bei Kräuterölen oft schon zu viel. Zweitens: VERDÜNNEN. Ätherische Öle verbinden sich nicht mit Wasser – gib sie deshalb nie direkt in wässrige Speisen, sondern mische sie vorher mit Öl oder Fett, bei Süßspeisen mit Honig, Sirup oder Butter. So verteilt sich das Aroma gleichmäßig statt in einem einzigen intensiven Fleck. Drittens: ABWARTEN. Bei heißen Gerichten kommt das Öl erst ganz zum Schluss dazu, unmittelbar vor dem Servieren – und beim Backen verdunstet ein Teil des Aromas, das lohnt sich einzuplanen. Der empfohlene Ablauf sieht damit so aus: mit einer kleinen Menge starten, nach Geschmack erhöhen, das Öl mit einem Trägeröl oder Fett verdünnen, unmittelbar vor dem Servieren zugeben – und genießen. Diese drei Regeln sind bewusst als Kurzfassung gehalten. Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unserer Anwendungswelt Kochen den kompletten Grundlagen-Guide mit weiteren Ideen, Beispielen und Antworten auf typische Anfängerfragen rund um die Plus-Öle im Alltag.

Praxistipps:

  • Merksatz: nutzen (wenig), verdünnen (mit Fett), abwarten (erst zum Schluss).
  • Bei Süßspeisen eignen sich Honig, Sirup oder Butter als Träger.
  • Alle Grundlagen ausführlich in unserer Anwendungswelt Kochen.

Die Umrechnungstabelle: So viel Plusöl ersetzt frische Zutaten

Die häufigste Frage beim Kochen mit Plus-Ölen lautet: Wie viel Öl ersetzt eigentlich die frische Zutat? Die Antwort passt in zwei Zeilen. Eine entsaftete Zitrusfrucht – also eine Zitrone, Orange oder Mandarine – entspricht etwa 10 bis 15 Tropfen Plusöl. Ein Teelöffel getrockneter Kräuter oder Gewürze wie Oregano, Salbei, Rosmarin, Thymian, Fenchel, Majoran, Dill oder Koriander entspricht dagegen nur einem einzigen Tropfen – oder sogar weniger. Dieser Unterschied überrascht viele: Zitrusöle darfst du vergleichsweise großzügig dosieren, Kräuteröle dagegen extrem sparsam. Bei besonders intensiven Kräuterölen wie Majoran+ oder Oregano+ ist selbst ein ganzer Tropfen viel zu intensiv. Hier hilft die Zahnstocher-Methode: einen Zahnstocher kurz in die Flasche tauchen und damit durch die feuchten Zutaten rühren – das reicht völlig aus. Wie konzentriert reine ätherische Öle sind, zeigt das Beispiel Pfefferminze: Für einen ganzen Rohkostkuchen genügen bereits 6 bis 8 Tropfen Pfefferminze+. Daraus folgt die goldene Praxisregel für alles, was in Essen und Getränke wandert: immer mit einem Tropfen starten und langsam nach Geschmack steigern. Nachlegen geht immer, herausnehmen nie.

Praxistipps:

  • 1 Zitrone, Orange oder Mandarine = 10–15 Tropfen Plusöl.
  • 1 TL Kräuter oder Gewürze = 1 Tropfen oder weniger.
  • Bei Oregano+ und Majoran+ immer die Zahnstocher-Methode nutzen.
  • Grundregel: mit 1 Tropfen starten, dann nach Geschmack erhöhen.
Herzhaft kochen: Welches Plus-Öl zu welchem Gericht passt

Herzhaft kochen: Welches Plus-Öl zu welchem Gericht passt

Herzhafte Küche ist das Heimspiel der Kräuter- und Gewürzöle. Ein paar bewährte Zuordnungen aus dem offiziellen EU-Material: Die Zitrusöle Zitrone+, Orange+ und Mandarine+ passen zu Hühnchen, Meeresfrüchten und Salaten – Zitrone+ verfeinert außerdem Soßen, Hollandaise und Dressings. Dill+ ist der Klassiker zu Lachs, Kartoffeln, Joghurt-Saucen, Gurken- und Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln und Eiergerichten. Thymian+ macht sich in Geflügelmarinaden, Pasta, Polenta, grünen Bohnen und Eierspeisen gut. Basilikum+, Oregano+ und Rosmarin+ gehören zu Fischgerichten, Gemüsesuppen, Brühe, herzhaften Broten und Rührei – immer per Zahnstocher dosiert. Schwarzer Pfeffer+ ersetzt gemahlenen Pfeffer in Suppe und Marinade und gilt als vergleichsweise unkompliziert dosierbar. Spannend für die Weltküche: Koriander+ bringt warm-erdige Noten in asiatische und südamerikanische Gerichte, Dressings und Marinaden – und wird übrigens aus den Blättern destilliert, während das reguläre Korianderöl aus den Samen stammt; beide riechen und schmecken völlig unterschiedlich. Kreuzkümmel+ rundet Chili, Curry und Eintopf ab. Majoran+ entfaltet sich am besten stark verdünnt in Extra-Virgin-Olivenöl für Dressings, Marinaden und Dips – höchstens ein Tropfen auf eine ganze Portion Öl, direkt ins Gericht lieber nur per Zahnstocher. Petersilie+ passt zu Tomatengerichten, Backkartoffeln sowie Fisch-, Gemüse- und Eiergerichten, Estragon+ zu Fisch, Fleisch, Suppen und Eintöpfen. Und Salbei+ harmoniert mit Meeresfrüchten, Gemüse, Brotstangen und Maisbrot – wegen seiner Ketone aber nur sehr sparsam dosieren.

Praxistipps:

  • Kräuteröle immer erst in etwas Olivenöl oder Butter geben, nie direkt in den Topf.
  • Zitrone+ und Schwarzer Pfeffer+ sind gute Einstiegsöle für die herzhafte Küche.
  • Bei heißen Gerichten das Öl erst unmittelbar vor dem Servieren zugeben.

Süßes und Backen: von Zitronenkuchen bis Kardamom-Gebäck

Auch Süßes gelingt mit Plus-Ölen – gerade beim Backen spielen sie ihre Stärke aus, weil sie Reiben, Schneiden und Hacken ersparen. Zitrone+ verwandelt Rührteig in Zitronenkuchen und verfeinert Joghurt und Smoothies. Orange+ ist das vielseitigste Öl der süßen Küche: In Kakao, Tee, Joghurt, Müsli, Desserts und beim Backen ersetzt es den Orangenschalenabrieb – ganz ohne bittere Fitzel. Lavendel+ bringt eine subtile florale Note: Ein Tropfen in Kuchenteig oder Limonade genügt, und per Zahnstocher-Methode passt es sogar in Marinaden für Lamm und Huhn. Muskatnuss+ harmoniert mit Wintergemüse wie Kürbis, Kartoffeln und Süßkartoffeln, mit Gewürzkuchen und Tee. Kardamom+ gehört zu schwedischen Backwaren, indischen Currys und heißen Getränken – hier gilt: maximal ein Tropfen. Zimtrinde+ sorgt für warme Noten, Nelke+ funktioniert in herzhaften wie süßen Speisen, und Ingwer+ ist in beide Richtungen vielseitig – alle drei gehören zu den intensiven Gewürzölen und werden nur sehr sparsam und mit Fett oder Honig verdünnt eingesetzt. Pfefferminze+ macht Rohkostkuchen mit 6 bis 8 Tropfen herrlich frisch. Zwei Dinge zum Merken: Beim Backen verdunstet ein Teil des Aromas – also lieber am Ende vorsichtig nachjustieren statt vorab zu überdosieren. Und Vanille ist kein ätherisches Öl, sondern ein Oleoresin – zum Würzen ist sie in dieser Form nicht gedacht.

Praxistipps:

  • Süße Träger: Honig, Sirup oder Butter nehmen das Öl deutlich besser auf als Wasser.
  • Orange+ ersetzt Orangenabrieb – ohne Reiben, ohne bittere Stückchen.
  • Gewürzöle wie Kardamom+, Nelke+ und Zimtrinde+ nur tropfenweise und gut verdünnt einsetzen.
Getränke und Infused Water: der einfachste Einstieg

Getränke und Infused Water: der einfachste Einstieg

Der einfachste Einstieg ins Kochen mit Plus-Ölen ist ein Wasserkrug. Ein bis zwei Tropfen Zitrone+ auf 0,7 bis 1 Liter Wasser geben einen frischen Geschmack – viele berichten, dass sie so ganz nebenbei mehr trinken. Pfefferminze+ eignet sich für kaltes Wasser und für Kräutertees, heiß wie kalt. Limette+ bringt den Zitrus-Kick: 1 bis 2 Tropfen in Wasser oder NingXia Red, in Säften und Smoothies rechnet man 1 bis 2 Tropfen pro 60 Milliliter. Dieselbe Dosierung gilt für Grapefruit+ in Frucht- und Gemüsesäften und Smoothies – das Öl passt außerdem zu Wassereis, Dressings und Desserts. Fenchel+ schmeckt lakritzartig – einen Tropfen zuerst in etwas Honig lösen und mit warmem Wasser aufgießen, so entsteht ein schneller Tee. Zitronengras+ funktioniert ebenso in warmem Wasser und in der asiatischen Küche. Richtig schön wird es mit Infused Water: frische Kräuter wie Zitronenmelisse, Basilikum oder Rosmarin zusammen mit Bio-Orangenscheiben in einen Glaskrug geben und mit Orange+, Mandarine+, Limette+ oder Pfefferminze+ abrunden. Das Ergebnis zählt voll zur Trinkmenge. Ganz wichtig bei allen Getränken: ausschließlich Gläser, Glaskaraffen oder Edelstahlflaschen verwenden. Zitrusöle lösen Weichplastik an – Plastikbecher und -flaschen sind deshalb tabu.

Praxistipps:

  • Zitrone+: 1–2 Tropfen auf 0,7–1 Liter Wasser genügen.
  • Limette+ und Grapefruit+ in Säften und Smoothies: 1–2 Tropfen pro 60 ml.
  • Nur Glas oder Edelstahl verwenden – nie Plastikflaschen oder -becher.
DIY aus der Vorratskammer: 5 Rezepte zum Behalten und Verschenken

DIY aus der Vorratskammer: 5 Rezepte zum Behalten und Verschenken

Mit Plus-Ölen lassen sich wunderbare Vorräte und Geschenke aus der eigenen Küche zaubern. Fünf erprobte Ideen: Kräutersalz – Himalaya-Salz oder grobes Meersalz mit Gewürzen mischen und 5 bis 8 Tropfen Öle nach Wahl zugeben; Zitrusöle passen immer, auch Thieves+ und Schwarzer Pfeffer+ funktionieren. Für Farbe sorgen Paprika (rot) oder Kräuter (grün), alles kurz in der Küchenmaschine häckseln. Aromatisiertes Olivenöl – kaltgepresstes Bio-Olivenöl in eine Glasflasche füllen, getrocknete Rosmarinzweige und Chilis dazu, dann Schwarzer Pfeffer+, Rosmarin+ und Zitrone+; passt zu Salat und Nudeln und ist ein schönes Geschenk. Aromatisierter Essig – Bio-Apfelessig mit einem Thymianzweig, Chilis und Mandarine+, Zitrone+, Orange+ oder Dill+ ansetzen. Punschgewürz für alkoholfreien Früchtepunsch – 50 Gramm getrocknete Früchte oder Kräuter in ein Schraubglas geben, für die Farbe Hibiskusblüten oder Rosenblätter, dann 5 bis 8 Tropfen Orange+ darüberträufeln; alternativ Zitrone+, Thieves+, Thymian+ oder Mandarine+, Nelke+ nur sehr sparsam. Glas verschließen und durchziehen lassen. Kräuterbutter – 250 Gramm Butter warm werden lassen, Kräuter wie Oregano, Basilikum, Thymian und Knoblauch einarbeiten; Kräuteröle nur per Zahnstocher, während Zitrone+ und Schwarzer Pfeffer+ als ganzer Tropfen hineindürfen. Und als Extra für erwachsene Naschkatzen: Gummibärchen aus 240 ml NingXia Red, 1,5 TL Agar-Agar und 4 TL Honig mit je 3 Tropfen Grapefruit+ und Limette+ – erhitzen, in Formen gießen, eine Stunde kühlen.

Praxistipps:

  • Gewürzpulver für Getränke: 1 TL Kakao, etwas Zucker und Zitrusöle wie Zitrone+, Orange+ oder Mandarine+ – Thieves+ nur sparsam.
  • Weitere Ideen: Nudeln mit einem Hauch Salbei+ (Zahnstocher-Methode) oder Chiliöl mit Zitronengras+.
  • Für DIY-Öle und -Essige immer Glasflaschen und getrocknete Zutaten verwenden.

Sicher genießen: Dosierung, Behälter und besondere Situationen

Kochen mit Plus-Ölen ist unkompliziert, wenn ein paar Grundsätze sitzen. Der wichtigste zuerst: Nur Öle mit weißem Etikett gehören ins Essen. Reguläre Öle mit buntem Etikett sind als Kosmetik deklariert und werden nicht eingenommen – auch nicht ausnahmsweise. Halte dich außerdem immer an die Angaben auf dem Etikett und starte innerlich grundsätzlich mit einem Tropfen, bevor du langsam steigerst. Für Behälter gilt: Zitrusöle lösen Weichplastik und andere petrochemische Materialien an – deshalb in der Küche ausschließlich Glas oder Edelstahl verwenden, kein Plastik und auch kein Styropor; für Orange+ wird ausdrücklich empfohlen, es nur in Glas zu verwenden. Intensive, phenolreiche Öle wie Zimtrinde+, Oregano+, Thymian+, Fenchel+ und Nelke+ immer mit Pflanzenöl oder Fett verdünnen, nie mit Wasser. In der Schwangerschaft werden Rosmarin, Salbei, Ysop und Wintergrün gemieden, auch Thieves und DiGize werden dann nicht verwendet. Für alle weiteren Plus-Öle gibt es keine pauschale Empfehlung – kläre die Verwendung ätherischer Öle in der Schwangerschaft deshalb grundsätzlich vorher ärztlich oder mit deiner Hebamme ab. Für Kinder gilt: Kapseln mit Plus-Ölen sind nichts für Kinder, und zu Dosierungen im Essen machen wir bewusst keine eigenen Angaben, weil es dafür keine belegten Empfehlungen gibt. Falls doch einmal ein Zitrusöl auf die Haut gerät: Nach Hautkontakt 12 bis 48 Stunden direkte Sonne und Solarium meiden. Und generell: Ätherische Öle nie pur in Augen, Ohren, Nase oder Mund geben.

Praxistipps:

  • Weißes Etikett = Küche. Buntes Etikett = Diffuser und Haut.
  • Nach Hautkontakt mit Zitrusölen 12–48 Stunden direkte Sonne meiden.
  • Bei Unsicherheit: klein anfangen, Etikett lesen, im Zweifel weglassen.

Sicherheitshinweise

Beachte die folgenden Punkte für eine sichere Anwendung:

!Nur Plus-Öle mit weißem Etikett gehören in Essen und Getränke. Reguläre ätherische Öle (buntes Etikett) sind Kosmetikprodukte für Diffuser und Haut und werden nicht eingenommen.
!Immer an die Etikettenangaben halten, mit 1 Tropfen starten und langsam steigern. Intensive Öle wie Zimtrinde+, Oregano+, Thymian+, Fenchel+ und Nelke+ stets mit Fett oder Öl verdünnen, nie mit Wasser.
!Zitrusöle nur in Glas- oder Edelstahlbehältern verwenden – sie lösen Weichplastik und Styropor an. Nach Hautkontakt mit Zitrusölen 12–48 Stunden direkte Sonne meiden.
!In der Schwangerschaft Rosmarin, Salbei, Ysop und Wintergrün meiden; Thieves und DiGize dann nicht verwenden. Für alle weiteren Öle gibt es keine pauschale Empfehlung – die Verwendung in der Schwangerschaft grundsätzlich vorab ärztlich oder mit der Hebamme abklären.
!Kapseln mit Plus-Ölen sind nicht für Kinder geeignet. Zu Plus-Öl-Dosierungen im Essen für Kinder gibt es keine belegten Angaben – im Zweifel weglassen.
!Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft oder bei Unsicherheiten bitte ärztlichen Rat einholen.

Häufige Fragen

Kann ich mit normalen ätherischen Ölen kochen?

Nein. Fürs Kochen mit Plus-Ölen gilt: Nur die Plus-Linie mit weißem Etikett ist als Nahrungsmittel deklariert und darf in Essen und Getränke. Reguläre Öle mit buntem Etikett sind Kosmetikprodukte für Diffuser und Haut – sie werden nicht eingenommen.

Wie viele Tropfen Plusöl ersetzen eine Zitrone?

Eine entsaftete Zitrusfrucht – Zitrone, Orange oder Mandarine – entspricht etwa 10 bis 15 Tropfen Plusöl. Bei Kräutern und Gewürzen ist es deutlich weniger: Ein Teelöffel entspricht nur einem Tropfen oder sogar weniger.

Was ist die Zahnstocher-Methode?

Bei sehr intensiven Kräuterölen wie Oregano+ oder Majoran+ ist ein ganzer Tropfen viel zu viel. Stattdessen tauchst du einen Zahnstocher kurz in die Flasche und rührst damit durch die feuchten Zutaten – das Aroma reicht völlig aus.

Wann gebe ich das Öl beim Kochen dazu?

Beim Kochen mit Plus-Ölen kommt das Öl bei heißen Gerichten erst ganz zum Schluss dazu, unmittelbar vor dem Servieren. Beim Backen verdunstet ein Teil des Aromas – deshalb vorher mit Fett, Honig oder Sirup mischen und lieber vorsichtig dosieren.

Was ist der Unterschied zwischen Zitrone+ und dem regulären Zitronenöl?

Es sind dieselben 100 % reinen ätherischen Öle, aber unterschiedlich deklariert: Zitrone+ trägt das weiße Etikett und ist als Nahrungsmittel für die Küche etikettiert. Das reguläre Zitronenöl ist als Kosmetikprodukt deklariert und bleibt für Duft und Haushalt – es wird nicht eingenommen.

Warum dürfen Zitrusöle nicht in Plastikflaschen?

Zitrusöle lösen Weichplastik und andere petrochemische Materialien an – auch Styropor. Verwende für Wasser, Säfte und DIY-Rezepte deshalb ausschließlich Glas- oder Edelstahlbehälter; für Orange+ wird ausdrücklich empfohlen, es nur in Glas zu verwenden.

Darf ich in der Schwangerschaft mit Plus-Ölen kochen?

Einige Öle werden in der Schwangerschaft gemieden: Rosmarin, Salbei, Ysop und Wintergrün, außerdem die Mischungen Thieves und DiGize. Für alle weiteren Plus-Öle gibt es keine pauschale Empfehlung – kläre die Verwendung ätherischer Öle in der Schwangerschaft deshalb bitte grundsätzlich vorab ärztlich oder mit deiner Hebamme ab.

Ein Tropfen genügt – dein Einstieg in die Plus-Öl-Küche

Kochen mit Plus-Ölen ist keine Wissenschaft, sondern eine Frage von drei Regeln und einer Tabelle: wenig nutzen, mit Fett verdünnen, erst zum Schluss zugeben – und dabei wissen, dass eine Zitrone 10 bis 15 Tropfen entspricht, ein Teelöffel Kräuter aber nur einem einzigen. Wenn du dann noch das weiße Etikett vom bunten unterscheidest, kann in deiner Küche nichts schiefgehen. Am besten startest du mit einem Wasserkrug und Zitrone+ oder einem Tropfen Zitrusöl im Dressing und tastest dich von dort weiter vor.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du in unserer Anwendungswelt Kochen alle Grundlagen, weitere Ideen und die passenden Öle im Überblick. Und wenn du regelmäßig neue Rezepte und Alltagsideen direkt ins Postfach möchtest, trag dich gern in unseren Newsletter ein – wir teilen dort genau solche Küchenmomente aus unserem eigenen Alltag. Für alle, die noch ganz am Anfang stehen, ist das Starter-Set ein unkomplizierter erster Schritt in die Welt der ätherischen Öle.

Das könnte dich auch interessieren