
Mentha spicata
Minzig und frisch, aber deutlich weicher als Pfefferminze – Grüne Minze bringt einen kühlen, krautigen Ton in den Raum, ohne scharf zu werden.

Duftprofil
Minzig-krautig, kühl und weich – milder als Pfefferminze
Duftnote
Kopfnote
Gewinnung
Wasserdampfdestillation aus den Blättern
Pflanze
Grüne Minze, auch Krauseminze (Mentha spicata), Lippenblütler
Herkunft
USA
Anwendungsarten

Grüne Minze kennen die meisten Menschen, lange bevor sie ihr als ätherischem Öl begegnen: als Küchenkraut im Tee, im Salat oder als Topf auf der Fensterbank. Botanisch heißt sie Mentha spicata, wird auch Krauseminze genannt und gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae); beheimatet ist sie in Europa und im gemäßigten Südasien. Das Öl von Young Living wird per Wasserdampfdestillation aus den Blättern gewonnen und stammt aus den USA. Den Duft prägt vor allem Carvon mit bis zu 50 Prozent, dazu Limonen mit bis zu 32 Prozent, Cis-Dihydrocarvon mit bis zu 10 Prozent und Menthon mit bis zu 3 Prozent. Menthol taucht in dieser Inhaltsstoffliste gar nicht auf – anders als bei der Pfefferminze, deren Charakter es prägt. Genau darin liegt der sachliche Unterschied: Grüne Minze riecht minzig, aber weich und krautig statt scharf-kühl. Wem Pfefferminze zu spitz ist, findet hier den milderen Ton derselben Pflanzenfamilie. In fertigen Mischungen taucht Grüne Minze regelmäßig auf, unter anderem in der Zitrusmischung Citrus Fresh. Das Fläschchen fasst 5 Milliliter – eine kleine Menge, die im Diffuser lange reicht.
Der Duft ist minzig und frisch, dabei spürbar weicher als der von Pfefferminze: Prägend ist Carvon mit bis zu 50 Prozent, während Menthol in der offiziellen Inhaltsstoffliste gar nicht vorkommt.
Wird in der Aromatherapie traditionell mit Ausgeglichenheit und einem Gefühl von Wohlbefinden verbunden – viele beschreiben den Duft als aufgeräumt und freundlich.
Viele nutzen Grüne Minze morgens im Diffuser, wenn der Tag frisch beginnen soll. An warmen Nachmittagen wird der kühle Duftcharakter oft als angenehm empfunden.
Ein vertrauter Duft: Die Pflanze kennen die meisten als Küchenkraut, und deshalb muss kaum jemand diesen Geruch erst kennenlernen. Das Öl dieser Seite ist davon zu trennen – es ist ein Duftöl, kein Lebensmittel.
Als Mischpartner rundet Grüne Minze frische Zitruskompositionen ab und ist selbst Bestandteil bekannter Young-Living-Mischungen wie Citrus Fresh.
Konkrete Ideen, wie du Grüne Minze in deinen Alltag integrieren kannst.
Gib Grüne Minze morgens in den Diffuser, wenn der Tag frisch beginnen soll. Die Young-Living-Anwendungsempfehlung nennt 5 bis 10 Tropfen für das Wasser des Diffusers – in kleinen Räumen reichen erfahrungsgemäß deutlich weniger. Fang niedrig an und gib nach, statt umgekehrt.
3–5 Tropfen im Diffuser
Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Ein unkomplizierter Weg, sich zwischendurch einen Moment zu nehmen – ganz ohne Hautkontakt und deshalb auch unterwegs möglich.
direkt aus der Flasche inhalieren
Mische 2 Tropfen Grüne Minze in 10 ml Trägeröl (etwa 1 Prozent) und trage die Mischung auf Nacken, Schultern oder Fußsohlen auf. Die Fußsohlen gelten als die unempfindlichste Stelle. Wenn du die Schläfen nutzt, dann sparsam und mit deutlichem Abstand zum Auge – rund um die Augen wird kein ätherisches Öl aufgetragen.
2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl
Für ein leichtes Raumspray 30 ml Wasser in eine Sprühflasche geben und 1 Tropfen Grüne Minze zufügen. Ätherische Öle verbinden sich nicht mit Wasser – vor jedem einzelnen Sprühen kräftig schütteln, sonst schwimmt das Öl obenauf. Genau deshalb ist das ein Raumspray und kein Körperspray: Ohne Emulgator träfe das Öl unverdünnt auf die Haut. Wer es auf der Haut mag, rührt stattdessen 1 Tropfen in 10 ml Trägeröl.
1 Tropfen auf 30 ml Wasser (Raumspray)
Zwei bis vier Tropfen reichen für ein Vollbad. Wichtig: Ätherische Öle verbinden sich nicht mit Wasser – rühre sie zuerst in einen Emulgator ein, etwa einen Esslöffel Sahne, Honig oder Trägeröl, und gib die Mischung erst dann ins einlaufende Wasser. Bei minzigen Ölen lieber am unteren Ende anfangen.
2–4 Tropfen mit Emulgator ins Badewasser
Gib 2 Tropfen Grüne Minze auf ein feuchtes Tuch oder einen Wäscheball und lege beides mit in den Trockner. Die Wäsche bekommt dadurch einen leichten, minzig-frischen Duft, der weicher ausfällt als der von Pfefferminze.
2 Tropfen auf Tuch oder Wäscheball

Unser Tipp
Achte beim Griff ins Regal auf zwei Dinge: das Wort auf dem Etikett und die Größe. Grüne Minze („Spearmint") kommt in 5 ml, die reguläre Pfefferminze („Peppermint") in 15 ml – das Fläschchen ist dreimal so groß. Aufpassen musst du bei einem dritten: Peppermint+ gibt es ebenfalls in 5 ml, das ist aber die Küchenlinie und ein ganz anderes Produkt. Das Pluszeichen entscheidet, nicht die Größe. Und auch wenn Grüne Minze der mildere der beiden Düfte ist: Fang im Diffuser lieber mit wenigen Tropfen an und gib später nach. Minzige Öle wirken im Raum schnell dominanter, als sie beim Riechen an der Flasche wirken.
Helle Diffuser-Mischung für den Start in den Tag. Diese Mischung bleibt im Diffuser und kommt nicht auf die Haut: Kaltgepresste Zitrusöle wie Zitrone und Orange machen die Haut vorübergehend lichtempfindlich – nach einem Hautauftrag sind 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium einzuplanen.
Für warme Abende, an denen es im Raum noch steht: Lavendel nimmt der Minze die Spitze, die Mischung wird weich und bleibt trotzdem frisch. Im Diffuser laufen lassen, solange gelüftet wird.
Für die Haut: die Tropfen in 20 ml Trägeröl geben (Jojoba-, Argan- oder Olivenöl) – das entspricht rund 1 Prozent. In einer dunklen Glasflasche aufbewahren und innerhalb weniger Monate aufbrauchen. Sparsam auf Nacken und Schultern auftragen, nicht im Gesicht und nicht in Augennähe.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Grüne Minze eine Rolle spielen kann.
Es sind zwei verschiedene Pflanzen: Grüne Minze ist Mentha spicata, Pfefferminze ist Mentha piperita. Der deutlichste Unterschied steckt in der Zusammensetzung. Die offizielle Inhaltsstoffliste der Grünen Minze führt Carvon mit bis zu 50 Prozent, Limonen mit bis zu 32 Prozent, Cis-Dihydrocarvon mit bis zu 10 Prozent und Menthon mit bis zu 3 Prozent – Menthol steht dort nicht. Genau das prägt den Duft: minzig, aber weich und krautig statt scharf-kühl. Pfefferminze ist mentholbetont und riecht dadurch spitzer und kälter. Wer Pfefferminze als zu intensiv empfindet, greift oft zur Grünen Minze. Beim Einkauf hilft neben dem Etikettenwort die Größe: Grüne Minze („Spearmint") gibt es in 5 ml, die reguläre Pfefferminze („Peppermint") in 15 ml. Vorsicht nur bei Peppermint+ – das ist ebenfalls 5 ml, gehört aber zur Küchenlinie und ist ein anderes Produkt.
Vor allem für ihren Duft. Im Diffuser wird sie gerne morgens genutzt, wenn der Tag frisch beginnen soll, und an warmen Tagen, weil der minzig-krautige Duft kühl wirkt. In der Aromatherapie wird sie traditionell mit Ausgeglichenheit und einem Gefühl von Wohlbefinden verbunden. Verdünnt in einem Trägeröl lässt sie sich auf Nacken, Schultern oder Fußsohlen auftragen, und ganz praktisch eignet sie sich für Duft in der Wäsche: 2 Tropfen auf ein feuchtes Tuch oder einen Wäscheball, mit in den Trockner. In fertigen Mischungen ist Grüne Minze ebenfalls zu finden, unter anderem in Citrus Fresh.
Die Verdünnungstabelle unserer Fachquelle führt Grüne Minze als „pur" anwendbar – anders als die meisten Öle, die dort auf 50:50 stehen. Wir empfehlen trotzdem, zu verdünnen: Das schont die Haut, verteilt das Öl besser und macht die Menge kalkulierbar. Als Hausrechnung gilt 20 Tropfen entsprechen 1 ml. 2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl sind also etwa 1 Prozent und ein guter Alltagswert, 4 Tropfen sind 2 Prozent, und 6 Tropfen auf 10 ml sind 3 Prozent – das ist die Obergrenze für Erwachsene. Bei Kindern und empfindlicher Haut gehst du deutlich darunter. Rund um die Augen wird grundsätzlich nichts aufgetragen, und vor der ersten Anwendung lohnt ein Verträglichkeitstest an einer kleinen Stelle in der Armbeuge mit 24 Stunden Wartezeit.
In der Schwangerschaft steht Grüne Minze in der uns vorliegenden Schwangerschafts-Ampelliste in der gelben Gruppe „mit Vorsicht". Das ist kein grünes Licht: Sprich die Anwendung vorher mit Ärztin, Hebamme oder Heilpraktikerin ab, bevor du das Öl nutzt – besonders, wenn du es regelmäßig über längere Zeit einsetzen möchtest. Wenn ihr euch dafür entscheidet, gilt sparsam dosieren, gut verdünnen und im Zweifel zunächst nur im Diffuser arbeiten, mit offener Tür und guter Belüftung. Für die Stillzeit liegt uns zu Grüner Minze überhaupt keine Einstufung vor – deshalb geben wir hier keine aus und empfehlen auch dafür die Rücksprache. Zur Einordnung: Die Ampelliste ist eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine behördliche Bewertung.
Nein, dieses Öl ist nicht zur Einnahme bestimmt. Grüne Minze ist ein reguläres ätherisches Öl und wird bei uns ausschließlich aromatisch im Diffuser oder verdünnt auf der Haut verwendet. Young Living führt für die Küche eine eigene Produktlinie mit Plus-Ölen – von der Grünen Minze gibt es im europäischen Sortiment keine solche Variante, und die beiden Linien werden nie vermischt. Zu Kindern: Uns liegt für Grüne Minze keine belegte Altersfreigabe vor, deshalb nennen wir hier keine Altersgrenze. Deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Wenn du das Öl bei Kindern einsetzen möchtest, sprich das mit Kinderärztin oder Hebamme ab. Zur Einordnung: Das einzige Minzöl, zu dem uns Altersangaben vorliegen, ist die Pfefferminze – und die wird erst ab sechs Jahren und ausdrücklich nicht für Babys und Kleinkinder geführt. Minzige Öle bleiben bei Babys und Kleinkindern ohnehin vom Gesicht und vom Nasenbereich weg.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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