Naturduft Erleben
Absolue

Jasmin

Jasminum officinale

Süß, warm und satt-blumig – die „Königin der Nacht" ist der kostbarste Blütenduft im Regal. Und ein Sonderfall: Auf dem Etikett steht nicht „Essential Oil", sondern „Absolute".

Young Living Jasmin – Absolue

Auf einen Blick

Duftprofil

Süß, warm und satt-blumig, mit fast honigartiger, leicht fruchtiger Fülle und einer exotischen Nachtnote (unsere Quellen ordnen ihn als Basis- bis Herznote ein; im Steckbrief führen wir ihn als Basisnote, weil er so lange trägt)

Duftnote

Basisnote

Gewinnung

Lösungsmittel-Extraktion aus den Blüten – ein Absolue, keine Wasserdampfdestillation

Pflanze

Echter Jasmin (Jasminum officinale), Ölbaumgewächs (Oleaceae) – verwendet wird die Blüte

Herkunft

Ägypten (die einzige Herkunftsangabe, die uns vorliegt – aus unserer Fachquelle)

Anwendungsarten

Diffuser
Topisch
Intern
Jasmin – Absolue in der Anwendung

Was Jasmin besonders macht

Jasmin ist im Sortiment ein Sonderfall, und man sieht es schon am Etikett: Dort steht nicht „Essential Oil", sondern „Absolute". Das ist keine Feinheit, sondern eine andere Gewinnungsart. Der feine Duft der Jasminblüte ließe sich mit der üblichen Wasserdampfdestillation nicht einfangen – die Hitze würde die zarten Moleküle zerstören. Stattdessen werden die ölhaltigen Bestandteile der Blüten zunächst mit einem Lösungsmittel herausgelöst; es entsteht eine wachsartige Masse, das sogenannte Concrète. Aus dieser wird in einem zweiten Schritt mit reinem Getreidealkohol das eigentliche Absolue gewonnen. Technisch gesehen ist Jasmin damit kein ätherisches Öl im engen Sinn, sondern eine Essenz. Wir schreiben das aus, weil es Folgen für die Anwendung hat: Weil Spuren des Extraktionsmittels im Endprodukt zurückbleiben können, ist Jasmin ausschließlich für Duft und Hautpflege gedacht und wird nicht eingenommen. Der Vollständigkeit halber gehört dazu, dass unsere Fachquelle sich hier selbst widerspricht – sie führt Jasmin an vier Stellen ausdrücklich als Absolue und behandelt es an zwei anderen sprachlich wie ein Destillat. Wir halten uns ans Etikett. Botanisch stammt Jasmin von Jasminum officinale, einem Ölbaumgewächs (Oleaceae); verwendet wird die Blüte, die Herkunft gibt unsere Fachquelle mit Ägypten an. Die Beinamen „Königin der Nacht" und „Mondlicht des Hains" haben einen praktischen Grund: Die weißen Blüten öffnen ihren Duft erst in den kühlen Stunden vor Sonnenaufgang. Genau dann werden sie von Hand gepflückt, bevor die Sonne aufgeht und der größte Teil des Aromas verfliegt – und jede Blüte muss unversehrt bleiben, weil schon leichtes Zerdrücken die Qualität mindert. Für einen einzigen Liter braucht es rund tausend Kilogramm frisch gepflückte Blüten, etwa 3,6 Millionen Stück. Das erklärt den Preis: Die deutsche Preisliste, gültig ab 1. April 2026, führt Jasmin mit genau einem Artikel – Nummer 33320, 5 ml, 148,74 Euro inklusive Mehrwertsteuer (95 PV). Ein zweites Gebinde, einen fertigen Roll-on oder eine Plus-Variante gibt es davon nicht. Zur Einordnung: Ein Liter echtes Jasminöl kostet im Einkauf zwischen 2.400 und 9.000 US-Dollar, ein Liter synthetisches etwa 7 US-Dollar – der Unterschied ist also vor allem ein Echtheitsunterschied. Den Duftcharakter prägt das nach der Pflanze benannte Keton Jasmon, dazu kommen vergleichsweise schwere Molekülgruppen, die dafür sorgen, dass der Duft lange trägt. Bei Young Living steckt Jasmin außerdem in fertigen Mischungen – unter anderem in Joy, Gentle Baby, Harmony, Forgiveness, Release und Dragon Time.

Der Duft ist süß, warm und satt-blumig, mit einer fast honigartigen, leicht fruchtigen Fülle und einer exotischen Nachtnote. Ein einziger Tropfen reicht – Jasmin ist intensiv, umhüllend und bleibt lange in der Luft.

In der Duftsystematik unserer Fachquelle steht Jasmin bei den blumigen Düften, in Nachbarschaft zu Neroli, Rose, Geranie, Melisse und Ylang Ylang.

Die Beinamen „Königin der Nacht" und „Mondlicht des Hains" beschreiben eine Beobachtung an der Pflanze: Die Blüte verströmt nachts am meisten Duft.

Der Duft trägt weit und hält lange. Verantwortlich dafür sind vergleichsweise schwere Molekülgruppen, unter anderem sogenannte Diterpene, die ihn tief in der Basis verankern.

Wird traditionell als persönlicher Duft eingesetzt: 1 Tropfen auf einen Teelöffel Trägeröl – rund 1 Prozent – ergibt einen langanhaltenden, blumig-warmen Duft, der einen synthetischen Parfüm-Sprühnebel ersetzt.

Ist Bestandteil fertiger Young-Living-Mischungen: Joy, Gentle Baby, Harmony, Forgiveness, Release und Dragon Time enthalten alle einen Jasmin-Anteil. Mengenangaben nennt keine unserer Quellen.

5 Anwendungen für Jasmin

Konkrete Ideen, wie du Jasmin in deinen Alltag integrieren kannst.

Ein Tropfen im Diffuser

Ein Tropfen genügt für eine warme Duftatmosphäre – bei Jasmin ist das keine Untertreibung, sondern die Regel. Wer den Blütenduft eingebettet mag, gibt 2 bis 3 Tropfen Sandelholz oder Süße Orange dazu. Für die Dauer nennt unsere Fachquelle als allgemeinen Richtwert 15 bis 30 Minuten.

1 Tropfen im Diffuser

Kurz an der Flasche schnuppern

Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Der unkomplizierteste Weg, sich den Duft zu holen – ganz ohne Hautkontakt und deshalb auch unterwegs möglich.

direkt aus der Flasche inhalieren

Verdünnt als persönlicher Duft

Rühre 1 Tropfen Jasmin in einen Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl – Jojoba oder Mandelöl – und tupfe die Mischung aufs Handgelenk oder in die Halsbeuge. Das sind rund 1 Prozent und liegt klar unter unserer Hausgrenze von 3 Prozent. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen. Bei erstmaliger Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten.

1 Tropfen auf 1 Teelöffel (ca. 5 ml) Trägeröl

In die Gesichts- oder Körpercreme

Ein Tropfen Jasmin in eine neutrale Gesichts- oder Körpercreme (etwa 30 ml) eingerührt gibt der täglichen Pflege einen blumigen Duft. Nachgerechnet sind das rund 0,17 Prozent – bewusst sehr mild, weil der Duft auch in dieser Menge deutlich trägt. Bei gereizter Haut pausieren.

1 Tropfen auf 30 ml Creme

Für besondere Momente

Ein einziger Tropfen im Diffuser verwandelt Meditation, Yoga oder einen ruhigen Abend zu zweit in ein kleines Ritual – Jasmin gilt seit jeher als der Duft für Genuss und Verbundenheit.

1 Tropfen im Diffuser

Sabrina und Dominik

Unser Tipp

Jasmin ist ein Öl für besondere Momente, nicht für den Dauerbetrieb. Weil er so intensiv ist, gilt hier mehr als bei jedem anderen Öl: weniger ist mehr. Beginne im Diffuser immer mit einem einzigen Tropfen und kombiniere ihn mit einem ruhigen Partner wie Sandelholz oder Süßer Orange – so entfaltet sich seine Wärme, ohne zu erschlagen. Und weil ein 5-ml-Fläschchen bei sparsamer Dosierung erstaunlich lange reicht, ist Jasmin trotz seines edlen Charakters alltagstauglicher, als man denkt.

Beliebte Mischungen mit Jasmin

Wohlfühl-Mischung für den Diffuser

Warm und festlich für den Abend. Diese Mischung bleibt im Diffuser und kommt nicht auf die Haut: Süße Orange ist ein kaltgepresstes Zitrusschalenöl und macht die Haut vorübergehend lichtempfindlich. Im Diffuser spielt das keine Rolle, weil kein Hautkontakt entsteht.

Jasmin1 Tropfen
Ylang Ylang2 Tropfen
Süße Orange2 Tropfen

Warmer Rahmen aus Holz

Wenn dir Jasmin für sich allein zu üppig ist: Sandelholz bettet den intensiven Blütenduft ein und nimmt ihm die Spitze. Auch hier gilt die Reihenfolge – erst der eine Tropfen Jasmin, dann das Holz dazu, nie umgekehrt. Eine Diffuser-Mischung, kein Hautauftrag.

Jasmin1 Tropfen
Sandelholz2 Tropfen

Blüten-Körperöl (50 ml)

Für die Hautpflege: die Tropfen in 50 ml Mandelöl geben und nach der Dusche auf die noch leicht feuchte Haut auftragen. Nachgerechnet sind das 0,9 Prozent Gesamtanteil ätherischer Öle und damit klar unter unserer Hausgrenze von 3 Prozent. In einer dunklen Glasflasche aufbewahren und innerhalb weniger Monate aufbrauchen. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen.

Jasmin4 Tropfen
Geranie3 Tropfen
Weihrauch2 Tropfen

Sicherheitshinweise

  • Vor dem Auftragen auf die Haut mit einem Trägeröl verdünnen. Als Richtwert kommen unser Buch und unsere Fachquelle unabhängig voneinander auf rund 1 Prozent: 1 Tropfen auf einen Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl, oder 2 bis 3 Tropfen auf 15 ml. Unsere Obergrenze auf der Haut liegt bei 3 Prozent. Und wir sagen dazu, was wir nicht übernehmen: Die Verdünnungstabelle unserer Fachquelle stuft Jasmin auf 50:50 ein, also die Hälfte ätherischer Anteil – ein Vielfaches unserer Hausgrenze. Dieser Angabe folgen wir nicht. Bei erstmaliger Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten.
  • Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden – rund um die Augen wird kein Öl aufgetragen. Brennt Öl auf der Haut, hilft ein fettes Pflanzenöl (zum Beispiel Oliven- oder Kokosöl); Wasser verschlimmert es, weil Öl und Wasser sich nicht verbinden, und Milch ist ebenfalls ungeeignet. Ist etwas ins Auge geraten, gilt dasselbe: nicht mit Wasser spülen, sondern ein fettes Pflanzenöl verwenden. Ruf zusätzlich den Giftnotruf 030 19240 an und folge dessen Anweisungen.
  • Nicht zur inneren Anwendung. Jasmin ist ein Absolue, und im Endprodukt können Spuren des Extraktionsmittels zurückbleiben – zwei voneinander unabhängige Quellen halten deshalb ausdrücklich fest, dass Jasmin nicht eingenommen wird. Wir behandeln ihn ausschließlich als Duft- und Hautpflegeprodukt. Eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante von Jasmin führt die deutsche Preisliste (Stand 1. April 2026) nicht; Einnahme-Angaben aus anderen Zusammenhängen lassen sich auf dieses Fläschchen nicht übertragen. Der Vollständigkeit halber: In derselben Fachquelle stehen zwei Stellen, die anders klingen – eine allgemeine Verdünnungslegende und eine US-Behördentabelle. Wir folgen ihnen nicht.
  • In der Schwangerschaft steht Jasmin in der uns vorliegenden Ampelliste in der orangen Gruppe („nicht empfohlen"). Diese Liste ist eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 – eine wissenschaftliche oder behördliche Freigabe ist das nicht. Unser Buch geht in dieselbe Richtung: im ersten Trimester ganz meiden, darüber hinaus nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin. Einen Vorbehalt behalten wir nicht für uns: Dieselbe Liste führt Mischungen mit Jasmin-Anteil in ganz anderen Gruppen – Joy und Gentle Baby stehen dort grün, Dragon Time rot. Drei Stufen für dasselbe Öl, je nachdem, in welchem Produkt es steckt. Diesen Widerspruch lösen wir nicht im Alleingang auf. Zur Stillzeit liegen uns zwei einander widersprechende Angaben vor; wir geben deshalb keine Freigabe aus, sondern bitten dich, die Anwendung vorab mit Ärztin, Arzt oder Hebamme zu besprechen.
  • Für Jasmin liegt uns keine belegte Altersfreigabe vor, deshalb geben wir hier keine aus – und deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Unser Buch rät ausdrücklich davon ab, Jasmin bei Kindern auf die Haut zu geben, weil der schwere Blütenduft für kleine Nasen zu viel ist; eine andere unserer Unterlagen sagt etwas anderes, und diesen Widerspruch lösen wir nicht auf. Auch die Verdünnungsstufe, in die unsere Fachquelle Jasmin einordnet, trägt die Auflage, das Fläschchen für Kinder unzugänglich aufzubewahren. Leben Kinder im Haushalt, gehört Jasmin also außer Reichweite – und wer ihn dennoch im Diffuser einsetzen möchte, bespricht das vorher mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme. Jasmin gehört außerdem nicht zur KidScents- oder Seedlings-Linie; deren Altersregeln lassen sich nicht übertragen.
  • Zur Lichtempfindlichkeit halten wir uns an den Befund und nicht an einen Freispruch: Jasmin trägt in der Verdünnungstabelle unserer Fachquelle kein Lichtempfindlichkeits-Kürzel und steht auch nicht auf der Liste der Öle, die wir als lichtempfindlich führen. Sobald du Jasmin allerdings mit einem kaltgepressten Zitrusöl wie Süßer Orange mischst und die Mischung auf die Haut kommt, gehören 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium dazu.
  • Wenn Katzen im Haushalt leben: Sie bauen viele Duftbestandteile schlechter ab als wir Menschen. Jasmin deshalb nur stark verdünnt und in gut belüfteten Räumen einsetzen, im Zweifel ganz meiden – und der Katze immer eine Fluchtmöglichkeit lassen. Nie direkt auftragen.
  • Als Absolue verträgt Jasmin keine höheren Temperaturen: dunkel, kühl und in der braunen Originalflasche aufbewahren. Fang im Diffuser sparsam an – wer eine Duftfahne als zu intensiv empfindet und mit Unwohlsein reagiert, beendet die Anwendung, lüftet gut und dosiert beim nächsten Mal niedriger. Ätherische Öle und Absolues ersetzen keine medizinische Behandlung – bei gesundheitlichen Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Passt gut zu

Jasmin in der Praxis

Entdecke, in welchen Lebensbereichen Jasmin eine Rolle spielen kann.

Häufige Fragen zu Jasmin

Ist Jasmin ein ätherisches Öl?

Streng genommen nicht. Auf dem Etikett steht „Absolute", nicht „Essential Oil" – und das beschreibt eine andere Gewinnungsart. Der feine Duft der Jasminblüte hält die Hitze der Wasserdampfdestillation nicht aus. Stattdessen werden die ölhaltigen Bestandteile der Blüten mit einem Lösungsmittel herausgelöst; es entsteht eine wachsartige Masse, das Concrète, aus der mit reinem Getreidealkohol das Absolue gewonnen wird. Technisch ist Jasmin damit kein ätherisches Öl im engen Sinn, sondern eine Essenz. Für die Praxis hat das eine klare Folge: Weil Spuren des Extraktionsmittels zurückbleiben können, ist Jasmin ausschließlich für Duft und Hautpflege gedacht und wird nicht eingenommen. Auf der Haut immer verdünnt – 1 Tropfen auf einen Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl ergibt rund 1 Prozent, unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent.

Wie wende ich Jasmin auf der Haut an?

Verdünnt und sparsam. Als Richtwert: 1 Tropfen Jasmin auf einen Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl wie Jojoba oder Mandelöl – das sind rund 1 Prozent; unsere Obergrenze auf der Haut liegt bei 3 Prozent. Für eine neutrale Creme genügt 1 Tropfen auf 30 ml. Teste vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und warte 24 Stunden ab; rund um die Augen wird grundsätzlich nichts aufgetragen, und bei gereizter Haut pausierst du. Für Jasmin allein liegt uns kein Hinweis auf Lichtempfindlichkeit vor – mischst du ihn aber mit einem kaltgepressten Zitrusöl wie Süßer Orange, gehören nach dem Hautauftrag 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium dazu. Für Kinder nennen wir keine Dosierung, weil uns keine belegte Altersfreigabe vorliegt. In Schwangerschaft und Stillzeit vorher mit Ärztin, Arzt oder Hebamme sprechen.

Warum ist Jasmin so teuer?

Weil in jeder einzelnen Blüte nur winzige Mengen Duftstoff stecken. Für einen Liter braucht es rund tausend Kilogramm frisch gepflückte Blüten – etwa 3,6 Millionen Stück. Gepflückt wird von Hand in den kühlen Stunden vor Sonnenaufgang, weil der Duft danach zum großen Teil verfliegt, und jede Blüte muss unversehrt bleiben. Dazu kommt der zweistufige Weg zum Absolue über das Concrète. Die deutsche Preisliste, gültig ab 1. April 2026, führt Jasmin mit genau einem Artikel: Nummer 33320, 5 ml, 148,74 Euro inklusive Mehrwertsteuer (95 PV). Ein zweites Gebinde, einen fertigen Roll-on oder eine Plus-Variante gibt es davon nicht. Zur Einordnung: Ein Liter echtes Jasminöl kostet im Einkauf zwischen 2.400 und 9.000 US-Dollar, ein Liter synthetisches etwa 7 US-Dollar – der Preisunterschied ist also vor allem ein Echtheitsunterschied. Und weil im Diffuser ein Tropfen genügt, reicht das 5-ml-Fläschchen länger, als der Preis vermuten lässt.

Ist Jasmin in der Schwangerschaft oder Stillzeit geeignet?

In der uns vorliegenden Schwangerschafts-Ampelliste steht Jasmin in der orangen Gruppe, also unter „nicht empfohlen". Diese Liste ist eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine wissenschaftliche oder behördliche Freigabe. Unser Buch geht in dieselbe Richtung: im ersten Trimester ganz meiden, darüber hinaus nur nach Rücksprache mit Hebamme oder Ärztin. Dazu ein Vorbehalt, den wir nicht verschweigen: Dieselbe Liste führt Mischungen mit Jasmin-Anteil in ganz anderen Gruppen – Joy und Gentle Baby stehen dort grün, Dragon Time rot. Drei Stufen für dasselbe Öl, je nachdem, in welchem Produkt es steckt; diesen Widerspruch lösen wir nicht im Alleingang auf. Zur Stillzeit liegen uns zwei einander widersprechende Angaben vor, deshalb geben wir keine Freigabe aus: Sprich die Anwendung vorab mit Ärztin, Arzt oder Hebamme ab. Unabhängig davon gilt auf der Haut immer die Verdünnung von rund 1 Prozent, also 1 Tropfen auf einen Teelöffel Trägeröl, und rund um die Augen wird nichts aufgetragen.

Darf ich Jasmin bei Kindern anwenden?

Uns liegt keine belegte Altersfreigabe für Jasmin vor, deshalb geben wir keine aus – und deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Unser Buch rät ausdrücklich davon ab, Jasmin bei Kindern auf die Haut zu geben, weil der schwere Blütenduft für kleine Nasen zu viel ist; eine andere unserer Unterlagen sagt etwas anderes, und wir lösen diesen Widerspruch nicht auf. Auch die Verdünnungsstufe, in die unsere Fachquelle Jasmin einordnet, trägt die Auflage, das Fläschchen für Kinder unzugänglich aufzubewahren. In Haushalten mit Kindern gehört Jasmin also außer Reichweite; wer ihn dennoch im Diffuser einsetzen möchte, bespricht das vorher mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme und lüftet gut. Jasmin gehört außerdem nicht zur KidScents- oder Seedlings-Linie – deren Altersregeln lassen sich nicht auf dieses Fläschchen übertragen.

Womit lässt sich Jasmin gut kombinieren?

Unser Buch nennt vier Partner: Ylang Ylang, Sandelholz, Weihrauch und Süße Orange. Für den Diffuser eignen sich 1 Tropfen Jasmin mit 2 Tropfen Ylang Ylang und 2 Tropfen Süßer Orange – diese Mischung bleibt im Diffuser und kommt nicht auf die Haut, weil Süße Orange ein kaltgepresstes Zitrusschalenöl ist und die Haut vorübergehend lichtempfindlich macht. Wer es ruhiger mag, bettet Jasmin mit 2 Tropfen Sandelholz ein. Für die Haut gibt es ein Blüten-Körperöl: 4 Tropfen Jasmin, 3 Tropfen Geranie und 2 Tropfen Weihrauch in 50 ml Mandelöl – nachgerechnet 0,9 Prozent Gesamtanteil und damit klar unter unserer Obergrenze von 3 Prozent; rund um die Augen wird nichts aufgetragen. Als Faustregel gilt, was unser Buch für Jasmin ausdrücklich festhält: weniger ist mehr – ein Tropfen weniger ist fast immer der bessere Anfang.

In welchen Young-Living-Mischungen steckt Jasmin?

Belegt sind unter anderem Joy, Gentle Baby, Harmony, Forgiveness, Release und Dragon Time. Mengenangaben nennt keine unserer Quellen – wir sagen deshalb weder, wie viel Jasmin darin steckt, noch welches Öl den Ton angibt. Für die Sicherheit ist ein Punkt wichtig: Die Schwangerschafts-Einstufung einer Mischung deckt sich nicht automatisch mit der ihrer Bestandteile. In der uns vorliegenden Ampelliste stehen Joy und Gentle Baby grün, Jasmin selbst orange und Dragon Time rot. Diesen Widerspruch lösen wir nicht im Alleingang auf. Verbindlich ist deshalb immer die Einschätzung auf der jeweiligen Produktseite und nicht diese Aufzählung: Von Dragon Time, Harmony und Forgiveness raten wir dort in Schwangerschaft und Stillzeit ausdrücklich ab. Für den Hautauftrag gilt dasselbe, denn die sechs Mischungen werden unterschiedlich angewendet – Forgiveness steht auf einer Trägerölbasis und ist damit bereits vorverdünnt, Gentle Baby beschreiben wir ausschließlich aromatisch im Diffuser. Einen gemeinsamen Prozentwert gibt es hier deshalb nicht; er steht dort, wo er belegt ist, auf der jeweiligen Seite. Was alle sechs teilen: Sie machen die Haut vorübergehend lichtempfindlich – Joy, Gentle Baby, Harmony, Forgiveness und Release wegen ihrer Zitrus- beziehungsweise Engelwurz-Anteile, Dragon Time wegen Majoran und Muskatellersalbei. Wo eine dieser Mischungen auf die Haut kommt, gehören 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium dazu, bei Release mindestens 24 Stunden. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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