
Melissa officinalis
Hell, frisch und zitronig mit weicher, grün-krautiger Tiefe – und eines der aufwendigsten Öle im ganzen Sortiment: Aus zwei bis drei Tonnen Pflanzen entsteht rund ein halber Liter.

Duftprofil
Hell, frisch und zitronig mit weicher, grün-krautiger Tiefe – sanfter und runder als ein echtes Zitrusöl, ohne dessen Spitze
Duftnote
Herznote
Gewinnung
Wasserdampfdestillation aus Blättern und Blüten
Pflanze
Melisse, auch Zitronenmelisse (Melissa officinalis) – ein Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft
USA (Idaho, Utah), Bulgarien, Frankreich
Anwendungsarten

Melisse – im Deutschen auch Zitronenmelisse – ist ein Lippenblütler (Lamiaceae), botanisch Melissa officinalis. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus Blättern und Blüten gewonnen. Auf dieser Seite geht es ausschließlich um dieses destillierte Öl: nicht um das frische Küchenkraut aus dem Garten und nicht um Melissenextrakt, wie er in Nahrungsergänzungsmitteln vorkommt – das sind drei verschiedene Dinge, die im Alltag denselben Namen tragen. Der Duft ist hell, frisch und zitronig mit einer weichen, grün-krautigen Tiefe, sanfter und runder als ein echtes Zitrusöl und ohne dessen Spitze; unsere eigene Beschreibung nennt ihn aufhellend und zugleich beruhigend, wie einen Sonnenstrahl, der sich langsam legt. Ein Zitrusöl ist Melisse dabei nicht – sie ist ein Lippenblütler, und der zitronige Eindruck kommt aus ihrer Chemie: Melisse ist ein Aldehyd-Öl. Ihre prägenden Hauptbestandteile sind Geranial mit rund 17 bis 40 Prozent und Neral mit 11 bis 34 Prozent, die zusammen als Citral bekannt sind, dazu Trans-Beta-Caryophyllen mit 10 bis 25 Prozent und Germacren D mit bis zu 17 Prozent – Sesquiterpene, die dem Duft seine weiche, samtige Tiefe verleihen – sowie kleinere Anteile Citronellal und Geraniol. Das ist eine Duft- und Wohlfühlbeschreibung, keine Heilaussage. Besonders macht Melisse vor allem der Aufwand: Kaum eine Pflanze gibt ihr Öl so widerwillig her. Aus zwei bis drei Tonnen frischer Melisse entsteht rund ein halber Liter Öl, und bis zur ersten Ernte braucht die Pflanze drei Jahre Wachstum. Unsere Fachquelle – ein unabhängiges Nachschlagewerk, keine Herstellerangabe – beschreibt außerdem, wie mühsam die Ernte anfangs war: Zwölf Menschen brauchten von Hand achtzehn Tage, bis eigens eine Erntemaschine gebaut wurde, die den Durchgang auf vier Tage verkürzte. Und die Pflanze darf beim Ernten den Boden nicht berühren, weshalb Planen zum Einsatz kamen, auf denen sie vom Feld gezogen wird. Angebaut wird Melisse laut derselben Quelle in den USA (Idaho und Utah), in Bulgarien und in Frankreich; Young Living führt sie unter anderem auf der eigenen Farm in St. Maries, Idaho, deren Klima den französischen Anbaugebieten ähnelt, und auf der Farm in Mona, Utah. Historisch war Melisse die Hauptzutat des Karmeliterwassers, das seit 1611 von französischen Karmelitermönchen destilliert wurde; ein altes arabisches Sprichwort, das unsere Fachquelle überliefert, sagt: „Melisse macht das Herz heiter und fröhlich." Der Aufwand schlägt sich im Preis nieder. In der deutschen Preisliste (Stand 1. April 2026) gibt es Melisse in genau einem Gebinde: Artikelnummer 33325, 5 ml, 245,82 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Das sind rund 49 Euro je Milliliter – nach der Rose ist Melisse damit das teuerste Einzelöl dieser Liste. Eine größere Flasche und einen fertigen Roll-on führt die Preisliste nicht. Melisse ist ein reguläres ätherisches Öl und wird bei uns ausschließlich aromatisch im Diffuser und verdünnt auf der Haut verwendet. In fertigen Mischungen taucht sie ebenfalls auf, unter anderem in Forgiveness und in KidScents GeneYus.
Der Duft ist hell, frisch und zitronig mit einer weichen, grün-krautigen Tiefe – aufhellend und zugleich beruhigend, wie ein Sonnenstrahl, der sich langsam legt.
Wird in der Aromatherapie traditionell für ruhige Abendstunden eingesetzt: im Diffuser, wenn der Tag zur Ruhe kommen soll.
Eignet sich als Duft-Anker für unterwegs – ein Tropfen auf ein Taschentuch, kurz daran riechen: ein kleines Ritual für lange Fahrten und volle Tage.
Die enthaltenen Sesquiterpene geben dem Duft eine weiche, samtige Tiefe. Deshalb wirkt Melisse trotz des zitronigen Eindrucks runder als ein Zitrusöl – in Mischungen kommt sie am schönsten zur Geltung, wenn ein milderes Öl den Ton angibt.
Ist Bestandteil fertiger Young-Living-Mischungen – unter anderem von Forgiveness und von KidScents GeneYus.
Konkrete Ideen, wie du Melisse in deinen Alltag integrieren kannst.
Gib Melisse in den Diffuser, wenn der Tag zur Ruhe kommen soll – der Duft ist hell und weich zugleich und füllt einen Raum, ohne ihn zu überschreiben. Wegen des hohen Werts reicht sie schon sparsam; gern mit Lavendel oder Orange kombinieren, dann trägt eine kleine Menge weiter.
3–5 Tropfen im Diffuser
Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Der unkomplizierteste Weg, sich den Duft zu holen – ganz ohne Hautkontakt, und bei einem Öl dieser Preisklasse der sparsamste dazu.
direkt aus der Flasche inhalieren
Für den Auftrag auf der Haut 1 Tropfen Melisse in einen Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl geben – zum Beispiel fraktioniertes Kokos- oder Jojobaöl – und sanft einmassieren. Damit liegt der Ölanteil deutlich unter unserer Obergrenze von 3 Prozent auf der Haut, gerechnet mit 20 Tropfen auf 1 Milliliter. Melisse ist ein Aldehyd-Öl und wird immer gut verdünnt. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen; vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten.
1 Tropfen auf 1 Teelöffel (ca. 5 ml) Trägeröl
Einen Tropfen auf ein Taschentuch oder in die hohle Hand geben, kurz reiben und tief einatmen. Ein kleiner Anker für lange Fahrten und volle Tage – ohne Hautauftrag und ohne Zubehör.
1 Tropfen auf ein Taschentuch
Wenige Tropfen in eine Duft-Kette oder ein Riechfläschchen geben und griffbereit halten. So kommt das kostbare Öl besonders sparsam und über lange Zeit zum Einsatz – und der Duft ist genau dann da, wenn du ihn brauchst.
wenige Tropfen ins Riechfläschchen oder in die Duft-Kette

Unser Tipp
Melisse ist eines der wertvollsten Öle der ganzen Sammlung – behandle sie entsprechend. Weil schon ein einziger Tropfen viel Duft mitbringt, ist „weniger ist mehr" hier wörtlich zu nehmen: In Mischungen entfaltet sie ihren zitronig-weichen Charakter am schönsten, wenn mildere Öle wie Lavendel oder Orange sie tragen. Für den täglichen Frische-Kick im Raum greifst du besser zu günstigerem Zitronen- oder Orangenöl; Melisse hebst du dir für die besonderen Ruhe-Momente auf. Und wenn du den Duft erst einmal kennenlernen möchtest: an der geöffneten Flasche riechen kostet keinen einzigen Tropfen.
Eine warme, erdende Duftwolke für ruhige Abende oder zum Runterkommen nach einem vollen Tag: Melisse bringt die helle, zitronige Spitze, Zedernholz und Weihrauch legen den holzig-harzigen Boden darunter. Diese Mischung bleibt im Diffuser – auf die Haut kommt sie nicht. Ein Hinweis zum Zedernholz: Es steht in der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns orientieren, in der gelben Gruppe („mit Vorsicht").
Die Tropfen in eine 10-ml-Roll-on-Flasche geben und mit fraktioniertem Kokosöl auffüllen. Abends dünn auf Handgelenke und Nacken rollen – ein zurückhaltendes Abendritual. Nachgerechnet sind das 5 Tropfen in 10 ml, also rund 2,5 Prozent und damit unter unserer Obergrenze von 3 Prozent. Wichtig wegen des Orangenanteils: Kaltgepresste Zitrusöle machen die Haut vorübergehend lichtempfindlich. Nach dem Auftragen gehören deshalb 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium dazu – auch bei einer Abendanwendung, weil dieser Zeitraum in den nächsten Tag hineinreicht.
Die Tropfen mit 1 Teelöffel Emulgator (zum Beispiel Solubol) verrühren, in eine 50-ml-Sprühflasche geben, mit destilliertem Wasser auffüllen und vor jedem Gebrauch gut schütteln. Vor dem Schlafengehen sparsam über Kissen und Vorhänge nebeln – nicht ins Gesicht und nicht auf die Haut. Das sind 12 Tropfen auf 50 ml, also rund 1,2 Prozent. Bei empfindlichen Textilien vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Melisse eine Rolle spielen kann.
Weil kaum eine Pflanze ihr Öl so widerwillig hergibt. Aus zwei bis drei Tonnen frischer Melisse entsteht rund ein halber Liter ätherisches Öl, und bis zur ersten Ernte braucht die Pflanze drei Jahre Wachstum. Dazu kommt der Aufwand bei der Ernte: Unsere Fachquelle beschreibt, dass zwölf Menschen von Hand achtzehn Tage brauchten, bis eigens eine Erntemaschine gebaut wurde, die den Durchgang auf vier Tage verkürzte – und dass die Pflanze den Boden nicht berühren darf. In der deutschen Preisliste (Stand 1. April 2026) kostet das 5-ml-Fläschchen mit der Artikelnummer 33325 deshalb 245,82 Euro inklusive Mehrwertsteuer, also rund 49 Euro je Milliliter; nach der Rose ist Melisse in dieser Liste das teuerste Einzelöl. Ein anderes Gebinde führt die Preisliste nicht. Praktisch heißt das nicht, dass man das Öl meiden müsste – sondern dass man es anders einsetzt: 3 bis 5 Tropfen füllen abends einen Diffuser, für die Haut genügt 1 Tropfen auf einen Teelöffel Trägeröl – damit bleibt der Ölanteil deutlich unter unserer Obergrenze von 3 Prozent. Für den täglichen Frische-Kick im Raum ist günstigeres Zitronen- oder Orangenöl die vernünftigere Wahl.
Melisse riecht hell, frisch und zitronig, mit einer weichen, grün-krautigen Tiefe darunter – sanfter und runder als ein echtes Zitrusöl und ohne dessen Spitze. Ein Zitrusöl ist sie trotzdem nicht: Melissa officinalis ist ein Lippenblütler (Lamiaceae), das Öl wird aus Blättern und Blüten wasserdampfdestilliert. Der zitronige Eindruck kommt aus der Chemie – Geranial (17 bis 40 Prozent) und Neral (11 bis 34 Prozent) bilden zusammen Citral, dazu geben Trans-Beta-Caryophyllen und Germacren D dem Duft die samtige Tiefe. Für die Praxis ist der Unterschied relevant: Melisse steht in keiner der Listen lichtempfindlich machender Öle, an denen wir uns orientieren, macht die Haut nach unseren Unterlagen also nicht sonnenempfindlich. Sobald du sie jedoch mit einem Zitrusöl wie Orange, Zitrone oder Bergamotte mischst, gilt für diesen Anteil die Sonnenregel: nach dem Hautauftrag 12 bis 48 Stunden keine direkte Sonne und kein Solarium. Auf der Haut wird Melisse in jedem Fall verdünnt angewendet – unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent.
Auf zwei Wegen: aromatisch und verdünnt auf der Haut. Im Diffuser reichen abends 3 bis 5 Tropfen für eine ruhige, aufhellende Atmosphäre – mehr braucht es bei diesem Öl selten, und gemeinsam mit Lavendel oder Orange trägt eine kleine Menge weiter. Unterwegs genügt ein Tropfen auf einem Taschentuch oder in der hohlen Hand, an dem du kurz riechst; ein Riechfläschchen oder eine Duft-Kette ist die sparsamste Variante überhaupt. Für die Haut gilt unsere Hausregel: 1 Tropfen auf einen Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl, zum Beispiel fraktioniertes Kokos- oder Jojobaöl – damit liegt der Ölanteil deutlich unter unserer Obergrenze von 3 Prozent, gerechnet mit 20 Tropfen auf 1 Milliliter. Melisse ist ein Aldehyd-Öl und wird immer gut verdünnt. Rund um die Augen wird nichts aufgetragen, und vor der ersten Anwendung testest du an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und wartest 24 Stunden ab. Nicht zur inneren Anwendung: Auf dem Etikett steht „100% Pure Essential Oil", das ist kein Lebensmittel.
Dazu können wir nichts Belastbares sagen, und wir erfinden hier nichts. In der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns sonst orientieren – eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 –, kommt Melisse in keiner der vier Stufen vor, weder in der grünen noch in der roten; unsere weiteren internen Quellen widersprechen sich an dieser Stelle. Wir geben deshalb bewusst keine Einordnung aus, weder für die Schwangerschaft noch für die Stillzeit. Sprich die Anwendung vorab mit Ärztin, Arzt, Hebamme oder Heilpraktikerin ab. Für Kinder liegt uns ebenfalls keine belegte Altersfreigabe vor, deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Dass Melisse in der fertig verdünnten Kindermischung KidScents GeneYus enthalten ist, ersetzt eine solche Freigabe nicht – das ist ein anderes Produkt in einer anderen Konzentration. Die Verdünnungsstufe, in der unsere Fachquelle Melisse führt, trägt zudem den ausdrücklichen Vermerk, das Öl für Kinder unzugänglich aufzubewahren. Wenn du Melisse im Zusammenhang mit Kindern einsetzen möchtest, sprich das vorher mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme ab.
Melisse harmoniert besonders gut mit Lavendel, Orange, Weihrauch, Zedernholz und Römischer Kamille – und sie wird in Mischungen am schönsten, wenn ein milderes Öl sie trägt statt umgekehrt. Für den Diffuser eignet sich die „Warme Abendwolke" aus 2 Tropfen Melisse, 3 Tropfen Zedernholz und 2 Tropfen Weihrauch; sie bleibt in der Raumluft und kommt nicht auf die Haut. Zedernholz steht dabei in der Schwangerschafts-Ampelliste in der gelben Gruppe („mit Vorsicht"). Für die Haut lässt sich ein Abend-Roller anrühren: 1 Tropfen Melisse, 3 Tropfen Lavendel und 1 Tropfen Orange in eine 10-ml-Roll-on-Flasche geben und mit fraktioniertem Kokosöl auffüllen – das sind rund 2,5 Prozent, unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent. Wegen des Orangenanteils gehören danach 12 bis 48 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium dazu, auch bei einer Abendanwendung. Für Kissen und Vorhänge gibt es ein Spray aus 6 Tropfen Melisse und 6 Tropfen Lavendel mit 1 Teelöffel Emulgator, aufgefüllt mit destilliertem Wasser auf 50 ml – sparsam nebeln, nicht ins Gesicht und nicht auf die Haut. In fertiger Form steckt Melisse übrigens in der Mischung Forgiveness und im KidScents-Produkt GeneYus. Als Faustregel: Melisse führt eine Mischung selten an – ein Tropfen weniger ist meist der bessere Anfang.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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