Naturduft Erleben
Ätherisches Öl

Ocotea

Ocotea quixos

Ein warm-würziges Öl aus dem Amazonasbecken Ecuadors, das an Zimt erinnert – runder und ohne dessen Schärfe. Die meisten kennen Ocotea nicht als eigenes Fläschchen, sondern aus der Zutatenliste von Stress Away. Und daran hängt der wichtigste Hinweis dieser Seite: In der Stillzeit wird Stress Away gemieden – wegen des Ocotea-Anteils.

Young Living Ocotea – Ätherisches Öl

Auf einen Blick

Duftprofil

Warm, würzig und weich – deutlich an Zimt erinnernd, aber runder, tiefer und ohne dessen brennende Schärfe; leicht süß und holzig-balsamisch mit feiner Gewürznote (unser eigenes Buch führt Ocotea als warm-würzige Note, die eher unten im Duftbild sitzt)

Duftnote

Basisnote

Gewinnung

Wasserdampfdestillation – welchen Pflanzenteil unsere Quellen dabei meinen, geben sie widersprüchlich an (Holz, Blätter, Blüte/Frucht)

Pflanze

Ocotea-Baum (Ocotea quixos) aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) – botanisch verwandt mit Zimt, Lorbeer und Ravintsara

Herkunft

Amazonasbecken in Ecuador, von Meereshöhe bis auf rund 1.500 Meter – diese Angabe stammt aus dem Reisebericht des Firmengründers, nicht aus einem Datenblatt

Anwendungsarten

Diffuser
Topisch
Intern
Ocotea – Ätherisches Öl in der Anwendung

Was Ocotea besonders macht

Ocotea ist ein ätherisches Einzelöl: Auf dem Etikett steht wörtlich „100% Pure Essential Oil" und „5 ml", die deutsche Preisliste führt den Artikel unter den Einzelölen. Gewonnen wird es durch Wasserdampfdestillation aus dem Ocotea-Baum (Ocotea quixos), einem Lorbeergewächs aus dem Amazonasbecken Ecuadors – botanisch also ein Verwandter von Zimt, Lorbeer und Ravintsara. Der Baum wächst dort von Meereshöhe bis auf rund 1.500 Meter; das Pflanzenmaterial wird von Hand gesammelt und über lange, holprige Wege bis zur Destille gebracht. Diese Herkunftsangabe stammt aus dem Reisebericht des Firmengründers und nicht aus einem Datenblatt, deshalb nennen wir sie so und nicht genauer: keine Provinz, kein Anbauort, kein „wildwachsend". Auch beim Pflanzenteil bleiben wir bewusst unbestimmt – unser eigenes Buch nennt das Holz, unsere Fachquelle nennt an drei verschiedenen Stellen Holz, Blätter und Blüte beziehungsweise Frucht. Solange sich das widerspricht, sagen wir nur, dass wasserdampfdestilliert wird. Diese Seite ist aus einem besonderen Grund entstanden: Im gesamten Bestand unserer Website kam Ocotea bis dahin kein einziges Mal als eigenständiges Öl vor, sondern ausschließlich als Bestandteil einer Mischung – vor allem von Stress Away, und meistens in einem Warnsatz. Denn genau daran hängt der wichtigste Hinweis: Unsere Quelle nennt für die Stillzeit nur zwei Öle ausdrücklich zum Meiden, und bei Stress Away steht die Begründung wörtlich dabei – „enthält Ocotea, nicht für Stillende empfohlen". Bislang zeigte diese Warnung ins Leere, weil es die Seite dazu nicht gab. Jetzt gibt es sie. Zum Duft: warm, würzig und weich, deutlich an Zimt erinnernd, aber runder und tiefer und ohne dessen brennende Schärfe. Es ist trotzdem kein Zimt – die Blüte des Baumes wird regional Ishpingo genannt und wegen ihres Aromas auch „falscher Zimt" (falsa canela). Echte Zimtrinde ist ein anderes, deutlich schärferes Öl mit eigenem Artikel und eigenen Sicherheitsregeln. Bei den Inhaltsstoffen halten wir uns kurz: Prägend für den warmen Grundton sind die Sesquiterpene Beta-Caryophyllen und Alpha-Humulen – dieselben, die auch Copaiba seinen Charakter geben. Prozentzahlen nennen wir keine, denn unsere Fachquelle beschreibt in ein und demselben Kapitel zwei Zusammensetzungen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen. Ocotea steckt außerdem in mehreren fertigen Mischungen des Sortiments, unter anderem in Stress Away und Release. Als eigenes Fläschchen gibt es genau eine Variante: Artikelnummer 33328, 5 ml, 68,88 Euro inklusive Mehrwertsteuer – das sind 13,78 Euro je Milliliter und damit einer der höheren Preise unter den Einzelölen (Stand der deutschen Preisliste vom 1. April 2026). Ein zweites Gebinde gibt es nicht.

Der Duft ist warm, würzig und weich: deutlich an Zimt erinnernd, aber runder, tiefer und ohne dessen brennende Schärfe – leicht süß, holzig-balsamisch, mit feiner Gewürznote. Das ist eine Beschreibung des Geruchs und keine Aussage über eine gesundheitliche Wirkung.

Ocotea ist nicht Zimt, auch wenn es so riecht. Die Blüte des Baumes heißt regional Ishpingo und wird wegen ihres Aromas auch „falscher Zimt" (falsa canela) genannt. Echte Zimtrinde ist ein eigenes, deutlich schärferes Öl mit eigenem Artikel – wer die Wärme ohne die Schärfe sucht, ist bei Ocotea richtiger, wer wirklich Zimt will, beim Zimt.

Prägend für den warmen Grundton sind die Sesquiterpene Beta-Caryophyllen und Alpha-Humulen – dieselben würzig-holzigen Bestandteile, die auch Copaiba seinen Charakter geben. Prozentzahlen nennen wir bewusst nicht: Unsere Fachquelle beschreibt in einem einzigen Kapitel zwei Zusammensetzungen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen.

Die meisten kennen Ocotea, ohne es zu wissen. Es steckt in mehreren fertigen Mischungen des Sortiments, am bekanntesten in Stress Away, außerdem in Release. Wer eine dieser Mischungen im Schrank hat, hat Ocotea also längst im Haus – nur eben verdünnt und in Gesellschaft.

Historisch wird das würzige Aroma seit Jahrhunderten von den Menschen der Region genutzt: zum Verfeinern von Speisen und in traditionellen Reinigungsritualen. Das ist eine geschichtliche Angabe – eine Empfehlung, das destillierte Öl heute in der Küche einzusetzen, folgt daraus ausdrücklich nicht.

Und die drei Punkte, die zu diesem Öl gehören wie sein Duft: In der Stillzeit meiden wir Ocotea, und unsere Quelle nennt genau diesen Bestandteil als Grund dafür, Stress Away in dieser Zeit wegzulassen. Für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor – weder eine Freigabe noch eine Abratung. Und eine belegte Altersfreigabe für Kinder haben wir nicht, deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung.

4 Anwendungen für Ocotea

Konkrete Ideen, wie du Ocotea in deinen Alltag integrieren kannst.

Im Aroma-Diffuser

Gib 3 bis 5 Tropfen in den Diffuser, wenn es im Raum warm und würzig werden soll – an gemütlichen Herbst- und Winterabenden. Allein oder mit einer Zitrusnote, die die Gewürztiefe aufhellt. Fang am unteren Ende der Spanne an: Ocotea trägt weit. Unsere Fachquelle nennt an dieser Stelle eine deutlich höhere Spanne; wir bleiben bei der vorsichtigeren Angabe aus unserem eigenen Buch. Weil hier nichts auf die Haut kommt, ist das der unkomplizierteste Weg – in der Stillzeit lassen wir aber auch den Diffuser mit Ocotea weg.

3–5 Tropfen im Aroma-Diffuser

Auf einem Duftstein

Gib 1 bis 2 Tropfen auf einen Duftstein und stell ihn dorthin, wo es behaglich werden soll. Der Duft verteilt sich langsamer und leiser als im Diffuser – ganz ohne Wasser, ohne Strom und ohne Erhitzen. Praktisch für kleine Räume und für alle, die keinen Diffuser haben. Auch hier gilt: nichts auf die Haut, und den Stein außerhalb der Reichweite von Kindern platzieren. In der Stillzeit lassen wir Ocotea auch auf dem Duftstein weg.

1–2 Tropfen auf einen Duftstein

Im Schrank und im Wäschefach

Gib 1 bis 2 Tropfen auf ein Wollknäuel und leg es in den Kleiderschrank, oder 2 Tropfen auf ein feuchtes Tuch und dieses ins Wäschefach. Das gibt Textilien eine warme, gewürzige Note, die länger hält als eine Zitrusfrische. Lass das Öl nicht direkt auf helle Stoffe tropfen, und leg nichts Ölgetränktes in den Wäschetrockner – Wärme und ölgetränkte Textilien sind keine gute Kombination. In der Stillzeit lassen wir Ocotea auch hier weg.

1–2 Tropfen aufs Wollknäuel, 2 Tropfen aufs Tuch

Stark verdünnt auf Nacken oder Handgelenk

Gib 1 Tropfen Ocotea in 1 Esslöffel (etwa 15 ml) Trägeröl – zum Beispiel fraktioniertes Kokos-, Mandel- oder Jojobaöl – und verteile davon eine kleine Menge auf Nacken oder Handgelenk. Das ergibt nachgerechnet rund 0,3 Prozent und liegt damit weit unter unserer allgemeinen Obergrenze von 3 Prozent; bei diesem kräftigen Öl ist das Absicht und nicht Übervorsicht. Vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten. Nicht auf gereizte oder verletzte Haut, nichts in Augennähe, nichts auf Kinderhaut. In der Stillzeit lassen wir diese Anwendung weg – unsere Quelle nennt genau den Ocotea-Anteil als Grund, Stress Away in dieser Zeit zu meiden. Für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor; sprich die Anwendung in dieser Zeit vorab mit Ärztin, Arzt oder Hebamme ab.

1 Tropfen auf 1 EL (15 ml) Trägeröl ≈ 0,3 %

Sabrina und Dominik

Unser Tipp

Ein Tropfen reicht oft schon. Ocotea ist intensiv und übernimmt in Mischungen schnell die Führung – wer mehr davon nimmt, bekommt selten mehr Wärme, sondern meistens nur mehr Ocotea. Der bessere Weg geht in die andere Richtung: sparsam anfangen und die Gewürztiefe mit einer hellen Zitrusnote aufhellen, etwa mit Orange. Für die Haut gilt dasselbe in streng: Das ist ein kräftiges Öl, und die einzige Dosierung, die wir dafür belegen können, liegt bei rund 0,3 Prozent – 1 Tropfen auf 1 Esslöffel Trägeröl.

Beliebte Mischungen mit Ocotea

Winterzauber im Diffuser

Ein warmes, weihnachtliches Gewürzaroma fürs Wohnzimmer: Die Orange hebt die Mischung an und nimmt ihr die Schwere, der eine Tropfen Nelke setzt die Spitze. Dieses Rezept bleibt ausdrücklich im Diffuser und kommt nicht auf die Haut – Gewürznelke gehört zu den sogenannten heißen Ölen und steht in der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns orientieren, in der roten Gruppe. Leben Kinder im Haushalt, läuft der Diffuser in einem Raum ohne Kinder. In Schwangerschaft und Stillzeit lassen wir diese Mischung weg.

Ocotea2 Tropfen
Orange2 Tropfen
Gewürznelke1 Tropfen

Kuscheliges Raumspray (50 ml)

Für eine warme Duftkulisse ohne Gerät: Die 15 Tropfen zuerst in etwa 5 ml hochprozentigem Alkohol lösen – Öl verbindet sich nicht mit Wasser, der Alkohol ist hier der Löslichkeitsvermittler –, dann die Flasche mit Wasser auffüllen. Das ergibt rund 1,5 Prozent, gerechnet mit 20 Tropfen auf 1 Milliliter. Vor jedem Gebrauch schütteln und in den Raum sprühen, nicht auf die Haut und nicht auf empfindliche Oberflächen oder Polster. In der Stillzeit lassen wir auch dieses Rezept weg.

Ocotea6 Tropfen
Orange6 Tropfen
Vanille3 Tropfen

Sicherheitshinweise

  • In der Stillzeit meiden – das ist der wichtigste Satz dieser Seite und der Grund, warum es sie gibt. Unsere Quelle nennt für die Stillzeit nur zwei Öle ausdrücklich zum Meiden, und bei einem davon steht die Begründung wörtlich dabei: „Stress Away MEIDEN – enthält Ocotea, nicht für Stillende empfohlen." Die Aussage gilt also nicht der Mischung als Ganzes, sondern diesem Bestandteil. Deshalb halten wir es beim reinen Öl genauso, und dieselbe Zurückhaltung gilt für die Mischungen, in denen Ocotea steckt – Stress Away und Release. Unser eigenes Buch nennt für Ocotea Schwangerschaft und Stillzeit in einem Atemzug, begründet das aber ausdrücklich als Analogie zu anderen würzigen Gewürzölen wie Zimt und Nelke; das ist eine Ableitung und keine eigene Einstufung, und wir sagen das offen dazu. Als Alternative für ruhige Momente in dieser Zeit nennen unsere Quellen ausdrücklich Peace and Calming Original. Sprich die Anwendung ätherischer Öle in der Stillzeit vorab mit Ärztin, Arzt oder Hebamme ab.
  • Für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor – und wir erfinden hier keine, in keine Richtung. In der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns sonst orientieren, taucht Ocotea in keiner der vier Stufen auf: weder in der grünen noch in der roten. Diese Lücke ist weder eine Freigabe noch eine rote Ampel, und wir geben deshalb bewusst keine Einordnung aus. Unser eigenes Buch rät für die Schwangerschaft ab, begründet das aber wieder als Analogie zu Zimt und Nelke – auch das ist eine Ableitung. Was wirklich trägt, ist deshalb dieser Satz: Sprich die Anwendung in der Schwangerschaft vorab mit Ärztin, Arzt, Hebamme oder Heilpraktikerin ab. Wer in dieser Zeit auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu einem Öl mit klarer grüner Einstufung. Zur Einordnung der Quelle: Die Ampelliste ist eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine behördliche Bewertung.
  • Eine belegte Altersfreigabe für das reine Öl liegt uns nicht vor – deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Auf Kinderhaut kommt Ocotea bei uns gar nicht: Unser eigenes Buch führt es als kräftiges, würziges Lorbeergewächs-Öl und stellt es damit neben Zimt und Nelke, die man bei Kindern ebenfalls meidet. Für den Diffuser steht in unserem eigenen Manuskript zwar eine Altersangabe – für sie liegt aber keine Quelle vor, und sie passt zu keiner unserer sonstigen Altersstufen. Wir geben sie deshalb nicht weiter. Zwei Dinge muss man dabei sauber auseinanderhalten: Für die fertige Mischung Stress Away nennt unsere Quelle „ab 2 Jahren, mit V-6 verdünnt" und führt Ocotea ausdrücklich als den Grund für die Verdünnungspflicht; dieselbe Quelle schließt Stress Away für Babys und Kleinkinder aus, ebenfalls mit Ocotea als benanntem Grund. Aus einer stark verdünnten Mischung folgt aber keine Freigabe für das reine Öl im Fläschchen. Und die Regeln der KidScents- oder Seedlings-Kinderlinie lassen sich darauf ebenfalls nicht übertragen. Das Fläschchen gehört außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt.
  • Auf der Haut nur stark verdünnt – und deutlich sparsamer, als du es von milderen Ölen kennst. Die einzige Hautdosierung, die wir für Ocotea belegen können, stammt aus unserem eigenen Buch: 1 Tropfen auf 1 Esslöffel (etwa 15 ml) Trägeröl, nachgerechnet rund 0,3 Prozent. Unsere allgemeine Obergrenze liegt bei 3 Prozent – gerechnet mit 20 Tropfen auf 1 Milliliter, also höchstens 6 Tropfen auf 10 ml Trägeröl –, bei diesem Öl bleiben wir bewusst weit darunter. Zwei Angaben unserer Fachquelle übernehmen wir ausdrücklich nicht: eine Verdünnungstabelle, die für Ocotea ein Vielfaches unserer Obergrenze ergäbe, und an anderer Stelle einen unverdünnten Auftrag auf Schläfen, Nacken und Fußsohlen. Ein Rezept aus unserem eigenen Buch ergab nachgerechnet 4 Prozent statt der dort angegebenen 1 Prozent; es steht deshalb gar nicht erst auf dieser Seite. Vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten. Nicht auf gereizte oder verletzte Haut, nichts in Augennähe.
  • Ein Baderezept gibt es auf dieser Seite nicht. Unsere Fachquelle nennt zwar zwei bis vier Tropfen fürs Badewasser – diese Angabe übernehmen wir nicht: Ätherisches Öl verbindet sich nicht mit Wasser, es schwimmt oben auf und trifft die Haut dann unverdünnt. Bei einem so kräftigen Öl ist uns das zu ungenau, und eine belegte Bade-Dosierung für Ocotea liegt uns nicht vor. Wer Wärme und Ruhe sucht, ist mit dem Diffuser oder der stark verdünnten Hautanwendung weiter oben besser bedient.
  • Nicht zur inneren Anwendung. Ocotea gehört zur regulären Linie – reguläre Öle wenden wir ausschließlich aromatisch oder verdünnt auf der Haut an, nicht in Wasser, nicht in Kapseln, nicht in Speisen. Eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante von Ocotea, also die Produktlinie, die bei Young Living für die Küche gedacht ist, gibt es in der deutschen Preisliste nicht. Unsere Fachquelle enthält für dieses Öl dennoch Anweisungen zum Einnehmen – in Kapseln, unter der Zunge und in Rezepten; wir geben davon nichts weiter. Und dass die Menschen der Herkunftsregion das Aroma seit Jahrhunderten zum Verfeinern von Speisen nutzen, ist eine geschichtliche Angabe: Aus der Verträglichkeit eines Gewürzes oder eines Aufgusses folgt keine Freigabe für das destillierte Öl.
  • Lichtempfindlich macht Ocotea selbst nicht. Es ist kein Zitrusöl, in der Verdünnungstabelle unserer Fachquelle trägt es keinen Lichtempfindlichkeits-Vermerk – dieser Vermerk existiert dort und wird an andere Öle vergeben –, und unser eigenes Buch gibt dazu ausdrücklich Entwarnung. Wichtig ist die Gegenrichtung: Sobald Ocotea in einer Mischung steckt, entscheidet die Mischung. Stress Away enthält Limette, Release mehrere Zitrusöle – beide werden deshalb wie lichtempfindliche Öle behandelt. Für Release nennen wir auf der eigenen Seite mindestens 24 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium, bei intensiver Sonne bis zu 48 Stunden; dieselbe Spanne ist auch bei Stress Away der sichere Weg.
  • Leben Katzen im Haushalt, gilt besondere Vorsicht. Katzen fehlt ein Leberenzym, mit dem sie viele Öl-Bestandteile abbauen können, und würzige Öle wie Ocotea nennt unser eigenes Buch für Katzenhaushalte ausdrücklich zum Meiden. Nichts auf das Tier auftragen, im Diffuser nur kurz und in einem Raum, den die Katze jederzeit verlassen kann – im Zweifel weglassen.
  • Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder in ärztlicher Behandlung ist, spricht die Anwendung vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke ab. Diesen Hinweis nennen wir bei Ocotea bewusst, obwohl wir auf dieser Seite keine Anwendungsgebiete angeben: Unsere Fachquelle enthält zu diesem Öl Aussagen, die in den Bereich von Arzneimitteln fallen, und wir geben sie hier nicht wieder. Der vorsichtige Umgang damit ist genau dieser Satz. Ätherische Öle ersetzen keine medizinische Behandlung – bei anhaltenden oder belastenden Beschwerden führt der Weg zuerst zur Ärztin oder zum Arzt.
  • Sparsam dosieren. Ocotea ist intensiv und übernimmt in Mischungen schnell die Führung; ein Tropfen reicht oft schon, und eine helle Zitrusnote balanciert die Gewürztiefe besser als mehr Ocotea. Wer eine Duftfahne als zu intensiv empfindet und mit Unwohlsein reagiert, beendet die Anwendung, lüftet gut und dosiert beim nächsten Mal niedriger. Das Fläschchen kühl, dunkel und fest verschlossen aufbewahren.
  • Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden – rund um die Augen wird nichts aufgetragen. Brennt Öl auf der Haut, hilft ein fettes Pflanzenöl (zum Beispiel Oliven- oder Kokosöl); Wasser verschlimmert es, weil Öl und Wasser sich nicht verbinden, und Milch ist ebenfalls ungeeignet. Ist etwas ins Auge geraten, gilt dasselbe: nicht mit Wasser spülen, sondern ein fettes Pflanzenöl verwenden. Ruf zusätzlich den Giftnotruf 030 19240 an und folge dessen Anweisungen.

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Häufige Fragen zu Ocotea

Was ist Ocotea – und warum kennen die meisten es nur aus Stress Away?

Ocotea ist ein ätherisches Einzelöl aus dem Amazonasbecken Ecuadors; auf dem Etikett steht wörtlich „100% Pure Essential Oil" und „5 ml". Es stammt vom Ocotea-Baum (Ocotea quixos), einem Lorbeergewächs, und wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen – welcher Pflanzenteil dabei verwendet wird, geben unsere Quellen widersprüchlich an (Holz, Blätter, Blüte beziehungsweise Frucht), deshalb nennen wir nur das Verfahren. Bekannt ist Ocotea vor allem als Bestandteil fertiger Mischungen, allen voran Stress Away, außerdem Release. Genau daran hängt der wichtigste Hinweis zu diesem Öl: Unsere Quelle nennt Stress Away in der Stillzeit ausdrücklich zum Meiden, und die Begründung steht wörtlich dabei – es enthält Ocotea. Deshalb meiden wir Ocotea in der Stillzeit auch als reines Öl. Für die Schwangerschaft liegt uns dagegen keine Einstufung vor: Ocotea taucht in der Ampelliste, an der wir uns orientieren, in keiner der vier Stufen auf – das ist weder eine Freigabe noch eine Abratung, und wir geben deshalb keine Einordnung aus. Eine belegte Altersfreigabe für Kinder haben wir ebenfalls nicht, deshalb nennen wir für Kinder keine Dosierung. Auf der Haut wird Ocotea nur stark verdünnt angewendet, und der folgende Richtwert gilt für Erwachsene: 1 Tropfen auf 1 Esslöffel (etwa 15 ml) Trägeröl, das sind rund 0,3 Prozent.

Darf ich Ocotea in der Stillzeit oder in der Schwangerschaft verwenden?

In der Stillzeit meiden wir Ocotea, und das ist die klarste Aussage zu diesem Öl. Unsere Quelle nennt für die Stillzeit nur zwei Öle ausdrücklich zum Meiden – bei einem davon, Stress Away, steht die Begründung wörtlich dabei: „enthält Ocotea, nicht für Stillende empfohlen". Die Aussage gilt damit dem Bestandteil, nicht nur der Mischung, und deshalb halten wir es beim reinen Öl genauso. Dieselbe Zurückhaltung gilt für die Mischungen, in denen Ocotea steckt, also Stress Away und Release. Als Alternative für ruhige Momente in dieser Zeit nennen unsere Quellen ausdrücklich Peace and Calming Original. Für die Schwangerschaft liegt uns dagegen keine Einstufung vor, und wir erfinden hier keine: Ocotea steht in der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns sonst orientieren, in keiner der vier Stufen – weder in der grünen noch in der roten. Diese Lücke ist weder eine Freigabe noch eine rote Ampel. Unser eigenes Buch rät für die Schwangerschaft ab, begründet das aber ausdrücklich als Analogie zu anderen würzigen Gewürzölen wie Zimt und Nelke; das ist eine Ableitung, keine eigene Einstufung, und wir sagen es offen dazu. Sprich die Anwendung ätherischer Öle in Schwangerschaft und Stillzeit deshalb vorab mit Ärztin, Arzt, Hebamme oder Heilpraktikerin ab. Die Ampelliste selbst ist übrigens eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine behördliche Bewertung.

Wie wende ich Ocotea an?

Am einfachsten aromatisch: 3 bis 5 Tropfen in den Aroma-Diffuser für ein warmes, würziges Raumaroma, gern mit einer Zitrusnote aufgehellt. Ohne Gerät geht es mit 1 bis 2 Tropfen auf einem Duftstein oder auf einem Wollknäuel im Kleiderschrank; 2 Tropfen auf einem feuchten Tuch im Wäschefach geben Textilien eine warme Note. Für die Haut gilt eine sehr sparsame Dosierung: 1 Tropfen Ocotea auf 1 Esslöffel (etwa 15 ml) Trägeröl, das sind nachgerechnet rund 0,3 Prozent – deutlich unter unserer allgemeinen Obergrenze von 3 Prozent, und bei diesem kräftigen Öl ist das Absicht. Vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten, nicht auf gereizte oder verletzte Haut auftragen, nichts in Augennähe. Ein Baderezept nennen wir für Ocotea nicht: Ätherisches Öl verbindet sich nicht mit Wasser und träfe die Haut dann unverdünnt. Zur inneren Anwendung ist Ocotea nicht bestimmt – es gehört zur regulären Linie, und eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante davon gibt es in der deutschen Preisliste nicht. Unabhängig von der Anwendungsform gilt: In der Stillzeit lassen wir Ocotea weg, für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor, und für Kinder nennen wir keine Dosierung, weil uns keine Altersfreigabe vorliegt.

Ist Ocotea für Kinder geeignet?

Uns liegt für das reine Öl keine belegte Altersfreigabe vor, und wir erfinden hier keine – deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Auf Kinderhaut kommt Ocotea bei uns gar nicht: Unser eigenes Buch führt es als kräftiges, würziges Lorbeergewächs-Öl und stellt es damit neben Zimt und Nelke, die man bei Kindern ebenfalls meidet. Für den Diffuser steht in unserem Manuskript zwar eine Altersangabe, für die aber keine Quelle vorliegt und die zu keiner unserer sonstigen Altersstufen passt; wir geben sie deshalb nicht weiter. Wichtig ist eine Unterscheidung, die leicht durcheinandergeht: Für die fertige Mischung Stress Away nennt unsere Quelle „ab 2 Jahren, mit V-6 verdünnt" und führt Ocotea ausdrücklich als den Grund für diese Verdünnungspflicht; dieselbe Quelle schließt Stress Away für Babys und Kleinkinder aus, wiederum mit Ocotea als benanntem Grund. Aus einer stark verdünnten Mischung folgt aber keine Freigabe für das reine Öl im Fläschchen, und die Altersregeln der KidScents- oder Seedlings-Kinderlinie lassen sich darauf ebenfalls nicht übertragen. Das Fläschchen gehört außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt. Zwei weitere Punkte gehören dazu: In der Stillzeit meiden wir Ocotea, weil unsere Quelle genau diesen Bestandteil als Grund nennt, Stress Away in dieser Zeit wegzulassen – und für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor, weder eine Freigabe noch eine Abratung.

Ist Ocotea dasselbe wie Zimt?

Nein. Ocotea riecht zimtartig, ist aber eine eigene Pflanze: der Ocotea-Baum (Ocotea quixos) aus der Familie der Lorbeergewächse. Zimt gehört zwar zur selben Pflanzenfamilie, ist aber eine andere Art und ein anderes Öl. Die Blüte des Ocotea-Baums wird regional Ishpingo genannt und wegen ihres Aromas auch „falscher Zimt" (falsa canela) – daher die Verwechslung. Im Duft ist Ocotea warm und würzig wie Zimtrinde, aber runder, tiefer und ohne deren brennende Schärfe; im Diffuser bringt es dieselbe Gewürzwärme in sanfterer Form. Praktisch heißt das trotzdem nicht, dass Ocotea harmlos wäre: Auf der Haut wird es nur stark verdünnt angewendet – 1 Tropfen auf 1 Esslöffel (etwa 15 ml) Trägeröl, also rund 0,3 Prozent –, in der Stillzeit meiden wir es, für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor, und für Kinder nennen wir keine Dosierung, weil uns keine Altersfreigabe vorliegt. Echte Zimtrinde ist wiederum ein Öl mit eigenen, strengeren Regeln: Sie zählt zu den heißen Ölen und steht in der Schwangerschafts-Ampelliste in der roten Gruppe. Beide Öle sind also nicht austauschbar – weder im Duft noch in den Sicherheitshinweisen.

Was kostet Ocotea – und gibt es eine größere Flasche?

Ocotea gibt es in genau einer Variante: Artikelnummer 33328, 5 ml. In der deutschen Preisliste (Stand 1. April 2026) liegt der Preis bei 68,88 Euro inklusive Mehrwertsteuer – das sind 13,78 Euro je Milliliter und damit einer der höheren Preise unter den Einzelölen. Ein 15-ml-Gebinde davon gibt es nicht. Weil das Öl unverdünnt in der Flasche ist und sehr sparsam dosiert wird, reicht es lange: 3 bis 5 Tropfen für den Diffuser, 1 bis 2 Tropfen für einen Duftstein, und für die Haut 1 Tropfen auf 1 Esslöffel (etwa 15 ml) Trägeröl, also rund 0,3 Prozent. Bevor du bestellst, gehören zwei Dinge zur Entscheidung: In der Stillzeit meiden wir Ocotea – unsere Quelle nennt genau diesen Bestandteil als Grund, warum Stress Away in dieser Zeit wegbleibt –, und für die Schwangerschaft liegt uns keine Einstufung vor, weder eine Freigabe noch eine Abratung. Eine belegte Altersfreigabe für Kinder gibt es ebenfalls nicht. Wer den Duft zunächst nur kennenlernen möchte, findet Ocotea auch in fertigen Mischungen wieder, etwa in Stress Away und in Release – dort in kleiner Menge und in Gesellschaft anderer Öle.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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