
Cistus ladanifer (auch Cistus ladaniferus)
Warm, harzig und leicht ambraartig – und trotz des Namens keine Rose. Zistrose ist eine Basisnote, die einem Raum Tiefe gibt und eine Duftmischung von unten trägt.

Duftprofil
Warm, harzig, balsamisch und leicht ambraartig – mit einer an sonnenwarmes Holz und getrocknete Kräuter erinnernden Tiefe
Duftnote
Basisnote
Gewinnung
Wasserdampfdestillation der beblätterten Zweige
Pflanze
Zistrose (Cistus ladanifer), Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae)
Herkunft
Spanien
Anwendungsarten

Zistrose ist keine Rose – das ist der wichtigste Satz zu diesem Öl, und er gehört an den Anfang. Botanisch heißt die Pflanze Cistus ladanifer (in manchen Quellen Cistus ladaniferus) und gehört zu den Zistrosengewächsen, der Familie Cistaceae. Die Rose dagegen ist Rosa damascena und ein Rosengewächs. Die beiden haben außer einer Silbe im Namen nichts miteinander zu tun, und auch die überlieferten Zweitnamen führen in die Irre: „Rock Rose", „Rose von Sharon" und „Felsenrose" meinen alle dieselbe Zistrose. Wer alphabetisch in einem Nachschlagewerk sucht, landet leicht beim falschen Eintrag. Die Pflanze selbst ist ein zäher, immergrüner Strauch der mediterranen Macchie. Sie wächst auf kargen, sonnenverbrannten Hängen, wo kaum etwas anderes gedeiht, und überzieht ihre Zweige in der Sommerhitze mit einem klebrigen, wohlriechenden Harz – dem Labdanum, das seit der Antike geschätzt wird und der Parfümindustrie bis heute als Rohstoff dient. Young Living gewinnt das Öl in Spanien durch Wasserdampfdestillation der beblätterten Zweige; welche Pflanzenteile genau in die Destille gehen, beschreiben unsere Quellen unterschiedlich – die eine nennt Zweige und Äste, die andere Zweige und Blätter. Einig sind sie sich im Verfahren, deshalb bleiben wir bei der weit gefassten Angabe „beblätterte Zweige", die alle Fassungen abdeckt. Das Duftbild erklärt sich aus der Zusammensetzung: Alpha-Pinen macht mit 21 bis 55 Prozent den größten Anteil aus und bringt die frische, an Nadelwald und Harz erinnernde Seite mit, dazu kommen Camphen und Limonen mit jeweils bis zu 9 Prozent, Trans-Pinocarveol bis 7 Prozent, Viridiflorol bis 6 Prozent und Para-Cymol bis 2 Prozent. Bemerkenswert ist, wo unsere Fachquelle – ein unabhängiges Nachschlagewerk, keine Herstellerangabe – die Zistrose einordnet: nicht bei den blumigen und nicht bei den Zitrusdüften, sondern bei den erdigen. Auch das räumt mit der Rosen-Assoziation auf. In der Duftpyramide ist Zistrose eine Basisnote: Sie verflüchtigt sich langsam, trägt eine Mischung von unten und bleibt lange präsent. Dieselbe Fachquelle führt sie unter den „Oils of Ancient Scripture", den Bibelölen – das ist Kulturgeschichte, und die Zusammenstellung gibt es auch als Set: Oils of Ancient Scripture Kit, Artikelnummer 19342, 366,38 Euro inklusive Mehrwertsteuer (234 PV), Stand der deutschen Preisliste vom 1. April 2026. Unsere Fachquelle zählt neun Öle darin auf, neben Zistrose unter anderem Zedernholz, Zypresse, Weihrauch und Myrrhe; ob die heute ausgelieferte Zusammenstellung damit übereinstimmt, sagt die Preisliste nicht. Bei Young Living taucht Zistrose außerdem als Bestandteil fertiger Mischungen auf, etwa in ImmuPower (Artikelnummer 33301) und in KidScents KidCare (Artikelnummer 33388, als Roll-on 39452). Zwei Einordnungen gehören unbedingt dazu: ImmuPower steht in der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns orientieren, in der roten Stufe. Und KidCare ist ein fertig verdünntes Produkt einer eigenen Kinderlinie mit eigenem Etikett – dass Zistrose darin vorkommt, ist keine Altersfreigabe für das reine Öl auf dieser Seite. Als Einzelöl gibt es Zistrose in der deutschen Preisliste, gültig ab 1. April 2026, in genau einem Gebinde: Artikelnummer 33092, 5 ml, 114,29 Euro inklusive Mehrwertsteuer (73 PV). Ein zweites Gebinde, einen Roll-on oder eine Plus-Variante führt diese Preisliste nicht.
Der Duft ist warm, harzig und leicht ambraartig, mit einer sanft balsamischen, an sonnenwarmes Holz und getrocknete Kräuter erinnernden Tiefe – ein ruhiger, erdender Basisduft, der einem Raum Wärme und Behaglichkeit gibt.
Wird traditionell bei Gebet und Meditation eingesetzt: Unsere Fachquelle beschreibt Zistrose als Öl der inneren Besinnung, das seit Jahrhunderten in stillen Momenten verwendet wurde.
Viele beschreiben den Duft als erhebend und beruhigend – als spirituelles Öl ist Zistrose dafür seit Langem bekannt.
Als Basisnote gibt Zistrose holzig-harzigen Mischungen Fülle und Länge und rundet frische Düfte weich ab. Sie führt eine Mischung selten an, sie trägt sie.
Wird in der Duftsystematik unserer Fachquelle bei den erdigen Düften geführt – in Nachbarschaft zu Patchouli, nicht bei den blumigen und nicht bei den Zitrusdüften.
Das Harz der Pflanze, das Labdanum, wird seit der Antike geschätzt und ist bis heute ein Rohstoff der Parfümindustrie. Unsere Fachquelle nennt Zistrose ausdrücklich ein teures Öl – wenige Tropfen reichen dafür sehr weit.
Konkrete Ideen, wie du Zistrose in deinen Alltag integrieren kannst.
Gib Zistrose in den Diffuser, wenn ein Raum warm und ruhig werden soll – am Abend, beim Lesen oder in einer gemütlichen Rückzugsecke. Der Harzduft entfaltet sich langsam und bleibt lange präsent. Dosiere deshalb lieber sparsam und leg nach, statt gleich mit viel anzufangen.
3–5 Tropfen im Diffuser
Gib einen Tropfen auf ein Taschentuch und atme ruhig daran. Zistrose wird traditionell bei Gebet und Meditation eingesetzt; die tiefe, warme Note ist für viele der Übergang, mit dem der Tag hinter ihnen liegt. Über das Taschentuch bleibt der Duft dabei ganz ohne Hautkontakt.
1 Tropfen auf ein Taschentuch
Für ein erdendes Duft-Ritual auf der Haut: 1 Tropfen Zistrose in 10 ml Trägeröl geben – etwa in fraktioniertes Kokos- oder Jojobaöl – und die Mischung auf Handgelenke oder Nacken auftragen. Das sind rund 0,5 Prozent und bleibt damit deutlich unter unserer Obergrenze von 3 Prozent. Vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten; rund um die Augen wird nichts aufgetragen.
1 Tropfen auf 10 ml Trägeröl (rund 0,5 Prozent)
Wenn eine Diffuser-Mischung dünn, spitz oder kurzatmig wirkt, fehlt ihr oft die Basis. Ein einzelner Tropfen Zistrose gibt holzig-harzigen Mischungen Fülle und Länge und rundet frische Düfte weich ab. Mehr braucht es selten – dieser Duft trägt weit.
1–2 Tropfen zu einer bestehenden Mischung

Unser Tipp
Zistrose ist ein kostbares und sehr intensives Öl – hier gilt wirklich „weniger ist mehr". Schon 1 bis 2 Tropfen geben einer Mischung erstaunlich viel Tiefe und Länge. Und ein praktischer Punkt, den man beim ersten Fläschchen nicht erwartet: Das Öl ist dickflüssig und harzreich. Verschließe die Flasche nach Gebrauch gut und wisch den Flaschenrand ab. Zur Einordnung des Preises: 5 ml sind bei 20 Tropfen je Milliliter rund 100 Tropfen – bei 114,29 Euro also etwa 1,14 Euro je Tropfen. Das ist kein Grund, das Öl zu meiden, sondern einer, es tropfenweise einzusetzen.
Diffuser-Rezept für eine warme, ruhige Atmosphäre am Abend. Drei Öle, die in dieselbe Richtung ziehen: Zedernholz legt den weichen, holzigen Boden, Weihrauch bringt die klare harzige Höhe, Zistrose hält beides zusammen. Diese Mischung bleibt im Diffuser.
Ein tiefer, waldig-harziger Duft für gemütliche Rückzugsmomente – ebenfalls ein Diffuser-Rezept. Vetiver ist erdig und schwer, Zypresse setzt die frische, grüne Kante darüber. Ein Hinweis gehört dazu: Vetiver steht in der Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns orientieren, in der roten Stufe – und Zistrose selbst wenden wir in der Schwangerschaft ohnehin nicht an.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Zistrose eine Rolle spielen kann.
Nein. Der deutsche Name trägt zwar das Wort Rose, botanisch haben die beiden Pflanzen aber nichts miteinander zu tun. Die Zistrose heißt Cistus ladanifer (in manchen Quellen Cistus ladaniferus) und gehört zu den Zistrosengewächsen, der Familie Cistaceae; die Rose ist Rosa damascena und ein Rosengewächs. Auch die überlieferten Zweitnamen der Zistrose führen in die Irre: „Rock Rose", „Rose von Sharon" und „Felsenrose" meinen alle dieselbe Pflanze – die Zistrose, nicht die Rose. Wer alphabetisch in einem Nachschlagewerk sucht, landet deshalb leicht beim falschen Eintrag. Sicher unterscheiden lassen sich die beiden an der Artikelnummer: Zistrose trägt bei Young Living die 33092. Und wer den Duft kennt, merkt den Unterschied sofort – Zistrose riecht nicht blumig, sondern warm, harzig und erdig.
Zistrose riecht warm, harzig und leicht ambraartig, mit einer balsamischen Tiefe, die an sonnenwarmes Holz und getrocknete Kräuter erinnert. Unsere Fachquelle ordnet sie in ihrer Duftsystematik bei den erdigen Düften ein, nicht bei den blumigen. Den Ton gibt Alpha-Pinen mit 21 bis 55 Prozent, begleitet von Camphen und Limonen. Verwendet wird Zistrose vor allem im Diffuser, wenn ein Raum warm und ruhig werden soll – 3 bis 5 Tropfen genügen, der Duft entfaltet sich langsam und bleibt lange präsent. Traditionell wird sie außerdem bei Gebet und Meditation eingesetzt; dafür reicht ein Tropfen auf einem Taschentuch. Und in eigenen Mischungen ist sie der Duft-Anker: Als Basisnote gibt sie holzig-harzigen Kombinationen Fülle und Länge. Verdünnt lässt sie sich auch auf der Haut anwenden – 1 Tropfen auf 10 ml Trägeröl, also rund 0,5 Prozent, auf Handgelenke oder Nacken. Vorher an einer kleinen Stelle in der Armbeuge testen und 24 Stunden abwarten, rund um die Augen nichts auftragen. Unverdünnt kommt Zistrose nicht auf die Haut, und eingenommen wird sie nicht.
Dazu können wir nichts Belastbares sagen, und wir erfinden hier auch nichts. Unsere eigenen Quellen widersprechen sich bei der Altersfrage gleich vierfach: Eine führt Zistrose unter den Ölen ab Geburt, eine zweite – dieselbe Datei an anderer Stelle – nennt zwei Jahre, unser eigenes Buchmanuskript nennt für den Hautauftrag frühestens sechs Jahre, und eine vierte Notiz führt Zistrose sogar als pures Öl für Kinder unter zwei Jahren auf. Die letzte Angabe steht zusätzlich im Widerspruch zur Verdünnungstabelle unserer Fachquelle, die Zistrose nicht unter den pur anwendbaren Ölen führt. Solange diese vier Angaben nebeneinanderstehen, geben wir keine Altersfreigabe aus – und deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Dass Zistrose in KidScents KidCare vorkommt, ändert daran nichts: Das ist ein fertig verdünntes Produkt einer eigenen Kinderlinie mit eigenem Etikett und keine Freigabe für das reine Öl. Wenn du Zistrose bei Kindern einsetzen möchtest, sprich es vorher mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme ab.
Wir wenden Zistrose in der Schwangerschaft nicht an und empfehlen sie dort auch nicht. Der Grund für diese klare Linie ist, dass unsere Quellen auseinandergehen: Die Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns sonst orientieren, führt Zistrose in der gelben Gruppe „mit Vorsicht" – diese Liste ist allerdings eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine wissenschaftliche oder behördliche Freigabe. Zwei weitere eigene Quellen raten dagegen ausdrücklich davon ab. Wo die Lage so uneindeutig ist, fahren wir die strengere Linie. Für die Stillzeit liegt uns keine eindeutige Einstufung vor: Eine Quelle hält sie für unauffällig, unser eigenes Buchmanuskript rät auch dort zur Zurückhaltung. Sprich die Anwendung deshalb in beiden Fällen vorab mit Ärztin, Arzt, Hebamme oder Heilpraktikerin ab. Und noch ein Punkt, der leicht übersehen wird: ImmuPower, eine der fertigen Mischungen mit Zistrose, steht in derselben Ampelliste in der roten Stufe.
Als warme Basisnote passt Zistrose besonders gut zu harzigen und holzigen Düften – unser eigenes Buch nennt Weihrauch, Zedernholz, Zypresse, Vetiver und Orange. Zwei Diffuser-Rezepte von dort: „Erdender Abend" aus 3 Tropfen Zistrose, 2 Tropfen Zedernholz und 2 Tropfen Weihrauch für eine warme, ruhige Atmosphäre. Und „Ambra-Wald" aus 2 Tropfen Zistrose, 2 Tropfen Vetiver und 3 Tropfen Zypresse für einen tiefen, waldig-harzigen Duft – Vetiver steht dabei in der Schwangerschafts-Ampelliste in der roten Stufe. Die Kombination mit Orange bleibt bei uns im Diffuser und kommt nicht auf die Haut: Kaltgepresste Zitrusöle machen die Haut vorübergehend lichtempfindlich – nach einem Hautauftrag solcher Mischungen sind mindestens 12 Stunden ohne direkte Sonne und ohne Solarium einzuplanen, bei intensiver Sonne bis zu 48 Stunden. Für den Hautauftrag ohne Zitrusanteil gilt unser Richtwert für Zistrose: 1 Tropfen auf 10 ml Trägeröl, also rund 0,5 Prozent, mit Vortest an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und 24 Stunden Wartezeit. Als Faustregel: Zistrose führt eine Mischung nie an, sie trägt sie – ein Tropfen weniger ist meistens der bessere Anfang.
Die deutsche Preisliste, gültig ab 1. April 2026, führt Zistrose als Einzelöl in genau einem Gebinde: Artikelnummer 33092, 5 ml, 114,29 Euro inklusive Mehrwertsteuer (73 PV). Ein zweites Gebinde, einen Roll-on oder eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante gibt es dort nicht – wer danach sucht, sucht vergeblich. In fertigen Zusammenstellungen taucht Zistrose daneben auf, etwa im Oils of Ancient Scripture Kit (Artikelnummer 19342, 366,38 Euro inklusive Mehrwertsteuer). Dass der Preis für 5 ml hoch liegt, ist bei Zistrose keine Überraschung: Unsere Fachquelle nennt sie ausdrücklich ein teures Öl, dessen Verbreitung genau daran lange gehangen hat. Praktisch heißt das: 5 ml sind bei 20 Tropfen je Milliliter rund 100 Tropfen, also etwa 1,14 Euro je Tropfen. Und weil schon 1 bis 2 Tropfen einer Mischung viel Tiefe geben und 3 bis 5 Tropfen einen Diffuser füllen, reicht ein Fläschchen lange. Wer den Duft erst einmal kennenlernen möchte, riecht an der geöffneten Flasche – das sagt bei diesem Öl viel, denn der harzig-erdige Charakter ist ein ganz anderer, als der Name vermuten lässt.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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