
Cymbopogon nardus
Frisch, grasig und klar – Citronella bringt einen hellen Ton in die Raumluft und einen frischen Duft in den Haushalt.

Duftprofil
Frisch, grasig-zitrisch, leicht süßlich
Duftnote
Kopfnote
Gewinnung
Wasserdampfdestillation der Blätter und Stängel
Pflanze
Citronella-Gras (Cymbopogon nardus)
Herkunft
Sri Lanka und Java
Anwendungsarten

Citronella ist ein hochgewachsenes, aromatisches Blühgras aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) – und damit ein naher Verwandter des Zitronengrases, aber eine eigene Art mit eigenem Duft. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus Blättern und Stängeln gewonnen; angebaut wird die Pflanze vor allem in Sri Lanka, Indien, Myanmar und auf Java. Chemisch prägen Geraniol mit rund 15 bis 23 Prozent sowie Limonen, Camphen und Citronellal das Bild – diese Zusammensetzung erklärt den frischen, grasig-zitrischen Duft mit einer leicht süßlichen, fast blumigen Kante. In der Aromatherapie wird Citronella als erfrischend und belebend beschrieben. Seit langem gehört es außerdem zu den klassischen Duftstoffen in Seifen, Parfüms und Kosmetik. Bei uns steht Citronella für zwei Dinge: frische Raumluft im Diffuser und einen hellen Duft im Haushalt – und als eine der sechs Komponenten von Purification ist es in vielen Haushalten längst im Schrank, ohne dass es jemand einzeln kennt.
Der frische, grasig-zitrische Duft wird traditionell zum Auffrischen der Raumluft eingesetzt – im Wohnraum ebenso wie in Keller, Vorratskammer oder anderen Räumen, in denen die Luft schnell abgestanden wirkt.
Wird in der Aromatherapie als erfrischend und belebend beschrieben – viele stellen den Diffuser deshalb am frühen Nachmittag an.
Wird geschätzt für seine grasige Frische im Haushalt: ein paar Tropfen im Putzwasser oder in der Wäsche hinterlassen einen hellen, klaren Duft.
Ist eine der sechs Komponenten der Mischung Purification und bringt dort seine grasig-frische Note ein – neben Zitronengras, Rosmarin, Teebaum, Lavandin und Myrte.
Gehört seit Generationen zu den Duftstoffen in Seifen, Parfüms und Kosmetik – ein Duft, den viele kennen, ohne ihn benennen zu können.
Konkrete Ideen, wie du Citronella in deinen Alltag integrieren kannst.
Gib 3–5 Tropfen Citronella in den Diffuser, wenn ein Raum stickig oder abgestanden wirkt. Fang lieber mit 3 Tropfen an und taste dich heran – Citronella ist deutlich präsenter als Zitrone oder Orange. Wenn Haustiere im Haushalt leben, lass ihnen immer einen duftfreien Raum zum Ausweichen.
3–5 Tropfen im Diffuser
Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Viele nutzen diesen Moment am Nachmittag, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt – ganz ohne Hautkontakt und deshalb im Alltag unkompliziert.
direkt aus der Flasche inhalieren
Ein paar Tropfen Citronella im Putzwasser hinterlassen einen klaren, grasig-frischen Duft im Raum. Verwende dafür Eimer oder Flaschen aus Glas, Edelstahl oder Hartplastik – ätherische Öle können Weichplastik mit der Zeit angreifen.
3–5 Tropfen im Putzwasser
In Räumen ohne Fenster wird die Luft schnell muffig. Ein kleiner Diffuser mit 2–3 Tropfen Citronella, für eine halbe Stunde eingeschaltet, frischt den Geruch auf. In Vorratsräumen mit offenen Lebensmitteln lieber kurz und sparsam diffundieren.
2–3 Tropfen im Diffuser
Gib 2 Tropfen Citronella auf ein feuchtes Tuch oder einen Wollball und lege beides mit in den Trockner. Ein Hinweis aus der Praxis: Grasöle können helle Textilien gelblich färben – nimm dafür lieber ein dunkles Tuch.
2 Tropfen auf Tuch oder Wollball
Mische 2 Tropfen Citronella in 10 ml Trägeröl wie V6, Jojoba- oder Kokosöl (etwa 1 Prozent) und trage etwas davon auf den Nacken oder die Fußsohlen auf, wenn du den frischen, grasigen Duft über den Tag nah bei dir haben möchtest – so, wie Citronella seit Generationen in Seifen und Parfüms eingesetzt wird. Die Fußsohlen gelten dabei als unempfindlichste Stelle. Citronella kann die Haut reizen – teste die verdünnte Mischung vorher an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und halte Abstand zu den Augen.
2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl

Unser Tipp
Citronella und Zitronengras lassen sich im Regal leicht verwechseln – ähnlicher Name, ähnliche Flasche, dieselbe Gattung Cymbopogon. Wer zum falschen Fläschchen greift, merkt es an zwei Stellen. Im Diffuser kippt die Mischung ins Schärfere, weil Zitronengras die kantigere Stimme hat. Und auf der Haut gelten andere Regeln: Zitronengras gilt nach der offiziellen YL-Tabelle als lichtempfindlich – nach dem Auftragen 12 bis 48 Stunden direkte Sonne und Solarium meiden; für Citronella liegt uns dazu keine Einstufung vor. Ein Blick aufs Etikett, bevor die Tropfen fallen, spart beides.
Helle Diffuser-Mischung für die Küche, wenn nach dem Essen noch Geruch in der Luft hängt.
Frisch-fruchtige Kombination für den Morgen: Orange rundet die grasige Kante von Citronella weich ab.
Die Mischung für den Moment, in dem alles fertig ist und der Raum noch nach Putzmittel riecht. Ein Hinweis für Schwangere und Stillende: Purification steht in der uns vorliegenden Ampelliste in der orangen Gruppe – lass es in dieser Zeit weg. Citronella selbst steht dort in der gelben Gruppe „mit Vorsicht": sparsam dosieren und die Anwendung mit Ärztin oder Hebamme abstimmen. Und Purification ist eine kräftige Mischung – diffundiere sie nicht, wenn ein Baby oder Kleinkind im Raum ist; für Kinder unter Schulalter lässt du sie besser weg.
Entdecke, in welchen Lebensbereichen Citronella eine Rolle spielen kann.
Citronella ist bei uns vor allem ein Diffuser- und Haushaltsöl. Sein frischer, grasig-zitrischer Duft wird traditionell zum Auffrischen der Raumluft genutzt – im Wohnraum, in der Küche nach dem Essen und in Räumen ohne Fenster, in denen die Luft schnell abgestanden wirkt. Im Haushalt geben ein paar Tropfen dem Putzwasser oder der Wäsche einen hellen Duft. In der Aromatherapie wird Citronella als erfrischend und belebend beschrieben, weshalb viele es am Nachmittag im Diffuser einsetzen. Und über die Mischung Purification, in der es neben Zitronengras, Rosmarin, Teebaum, Lavandin und Myrte enthalten ist, steht es in vielen Haushalten längst im Schrank.
Beide gehören zur Gattung Cymbopogon und damit zu den Süßgräsern, sind aber zwei verschiedene Arten und zwei verschiedene Öle: Citronella stammt von Cymbopogon nardus, Zitronengras von Cymbopogon flexuosus. Auch die Zusammensetzung unterscheidet sich – bei Citronella prägen Geraniol und Citronellal das Bild, bei Zitronengras Geranial und Neral. Im Duft merkt man das deutlich: Citronella wirkt eine Spur weicher und süßlicher, fast blumig, Zitronengras schärfer und grüner. Die Anbaugebiete überschneiden sich teilweise, Citronella kommt vor allem aus Sri Lanka und von Java. Wer nur eines von beiden im Schrank hat, kann sie im Diffuser und im Haushalt meist gegeneinander tauschen – die Tropfenzahl bleibt dabei gleich niedrig, beide sind sehr präsent. Auf der Haut gilt das nicht ohne Weiteres: Zitronengras gilt nach der offiziellen YL-Tabelle als lichtempfindlich, nach dem Auftragen sind deshalb 12 bis 48 Stunden Abstand zu direkter Sonne und Solarium nötig. Für Citronella liegt uns dazu keine Einstufung vor.
Ja, aber immer verdünnt – und bei uns geht es dabei um den Duft: Die verdünnte Mischung trägt den frischen, grasigen Ton über den Tag mit, so wie Citronella seit Generationen in Seifen und Parfüms eingesetzt wird. Citronella kann die Haut reizen und gehört deshalb nie pur auf die Haut: 2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl wie V6, Jojoba- oder Kokosöl entsprechen etwa 1 Prozent und sind ein guter Ausgangspunkt. Teste die verdünnte Mischung vorher an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und warte ein paar Stunden ab. Nacken und Fußsohlen sind die unkompliziertesten Stellen; Augen und Schleimhäute bleiben ausgespart, auch die Haut rund ums Auge. Sollte Öl auf der Haut brennen, hilft ein fettes Pflanzenöl – Wasser verschlimmert es, weil Öl und Wasser sich nicht verbinden.
In der uns vorliegenden Schwangerschafts-Ampelliste steht Citronella ausdrücklich in der gelben Gruppe „mit Vorsicht". Das heißt: nicht verboten, aber auch nicht freigegeben. Praktisch bedeutet das sparsam dosieren, gut verdünnen, im Zweifel erst einmal nur im Diffuser arbeiten – und die Anwendung vorab mit Ärztin, Hebamme oder Heilpraktikerin besprechen. In der Stillzeit gilt dieselbe Zurückhaltung. Für Kinder liegt uns für das reine Öl keine belegte Altersfreigabe vor, deshalb geben wir hier keine aus. Bei Babys und Kleinkindern greifen wir lieber zu Ölen, für die eine Altersangabe belegt ist; bei älteren Kindern gilt: verdünnt anwenden, am besten an den Fußsohlen, im Diffuser sparsam dosieren und die Anwendung vorher mit Kinderärztin oder Hebamme absprechen. Die Verdünnung richtet sich nach dem Alter – 2 bis 6 Jahre 1 Prozent (2 Tropfen auf 10 ml), 6 bis 12 Jahre 1,5 bis 2 Prozent (3 bis 4 Tropfen auf 10 ml). Getrennt davon zu betrachten ist die Mischung Purification, die Citronella enthält – für sie sieht unsere Wissensdatenbank eine verdünnte Anwendung erst ab Schulalter vor, und im Diffuser gehört sie nicht in einen Raum, in dem ein Baby oder Kleinkind ist.
Citronella braucht Partner, die seine grasige Kante abfedern – Zitrusöle machen das am besten. Für die Küche passt „Frische Küche" aus 2 Tropfen Citronella und 4 Tropfen Zitrone. Für den Morgen ist „Heller Start" mit 2 Tropfen Citronella und 4 Tropfen Orange die weichere Variante. Und wenn der Raum nach dem Putzen noch nach Reinigungsmittel riecht, ergeben 2 Tropfen Citronella, 2 Tropfen Purification und 2 Tropfen Zitrone eine klare, aufgeräumte Duftkulisse – Purification bringt selbst eine grasig-frische Note mit und verbindet sich deshalb gut. Als Faustregel gilt bei allen Mischungen: Citronella höchstens ein Drittel der Gesamttropfen, sonst übertönt es alles andere – und weil Purification selbst Citronella enthält, zählt es dabei mit.
Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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