Naturduft Erleben
Ätherisches Öl

Myrrhe

Commiphora myrrha

Zwei Angaben gehören bei diesem Öl vor den Duft: In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – für jede Anwendungsart, auch für den bloßen Raumduft –, und in den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser gehört sie nicht, weil sie zäh wie Honig ist und das Gerät verstopfen kann. Danach erst der Duft: warm, harzig und erdig, mit rauchig-balsamischer Tiefe, eine schwere Basisnote aus dem Harz eines ostafrikanischen Balsambaums.

Young Living Myrrhe – Ätherisches Öl

Auf einen Blick

Duftprofil

Warm, harzig und erdig mit rauchig-balsamischer Tiefe und einem leicht süßen, fast bittersüßen Unterton – eine schwere, meditative Basisnote, die lange im Raum bleibt

Duftnote

Basisnote

Gewinnung

Wasserdampfdestillation des Harzes

Pflanze

Myrrhenbaum (Commiphora myrrha), Balsambaumgewächse (Burseraceae)

Herkunft

Somalia

Anwendungsarten

Diffuser
Topisch
Intern
Myrrhe – Ätherisches Öl in der Anwendung

Was Myrrhe besonders macht

Myrrhe ist ein reines ätherisches Einzelöl – auf dem Etikett steht neben dem Produktnamen wörtlich „100% Pure Essential Oil" und „15 ml", also weder eine Mischung noch ein vorverdünntes Produkt. Gewonnen wird es nicht aus Blüten oder Blättern, sondern aus Harz: Der Myrrhenbaum (Commiphora myrrha) ist ein knorriges, dorniges Balsambaumgewächs aus den heißen, trockenen Gegenden Ostafrikas und der Arabischen Halbinsel, und Young Living bezieht sein Harz aus Somalia. Ritzt man die Rinde an, tritt ein aromatischer Saft aus, der an der Luft zu einem rotbraunen, glasigen Harz aushärtet – die einzelnen Tropfen nennt man traditionell „Tränen". Daraus wird das Öl durch schonende Wasserdampfdestillation gewonnen. Eine Ehrlichkeit gehört zu dieser Angabe: Unsere Fachquelle nennt in der Monographie zu Myrrhe die Dampfdestillation, beschreibt Harze an anderer Stelle im selben Werk aber als hydrodestilliert, also in kochendem Wasser. Beides sind Wasser- und Dampfverfahren ohne Lösungsmittel, der Unterschied ist fachlich klein; wir folgen unserem eigenen Buch und der Monographie und schreiben deshalb Wasserdampfdestillation. Prägend für alles Weitere ist die Zusammensetzung: Myrrhe ist reich an Sesquiterpenen, großen und schweren Duftmolekülen wie Furanoeudesma-1,3-dien (22 bis 55 Prozent) und Curzeren (3 bis 30 Prozent). Sie machen das Öl zäh wie Honig und geben ihm die lange, warme Basisnote – und sie sind der Grund für die wichtigste praktische Angabe dieser Seite: In den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser gehört Myrrhe nicht, weil sie das Gerät verstopfen kann. Unsere Fachquelle sagt das an zwei Stellen ausdrücklich, und auf unserer Website steht es seit Langem so. Unser eigenes Buch lässt daneben eine Ausnahme zu: einen einzigen Tropfen in einem robusten Gerät, kombiniert mit einem leichteren Öl. Dieser Ausnahme folgen wir hier nicht – deshalb steht in der Übersicht oben beim Diffuser ein Nein, und deshalb findest du auf dieser Seite kein Diffuser-Rezept. Der einfachste Weg zum Duft ist bei diesem Öl ohnehin die direkte Inhalation. Der zweite Punkt, der bei Myrrhe vor den Duft gehört, ist die Schwangerschaft: Wir führen sie als „nicht empfohlen". Die Ampelliste, an der wir uns orientieren, nennt Myrrhe an zwei Stellen gleichzeitig – einmal in der gelben und einmal in der orangen Gruppe –, und beide unserer eigenen Bücher sagen, dass Myrrhe in der gesamten Schwangerschaft gemieden wird. Wir folgen der strengeren der beiden Nennungen. Zum Kaufweg: Myrrhe gibt es in genau einem Gebinde – Artikelnummer 33280, 15 ml, 120,55 Euro inklusive Mehrwertsteuer (77 PV), Stand der deutschen Preisliste vom 1. April 2026. Das sind rund 8,04 Euro je Milliliter und etwa 0,40 Euro je Tropfen, und unser Buch sagt dazu einen Satz, der die Erwartung gut sortiert: Ein wenig davon reicht sehr weit. Ein 5-ml-Fläschchen, einen Roll-on oder eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante von Myrrhe führt diese Preisliste nicht. Und weil der Name so viele Nachbarn hat, hier die Abgrenzung: Myrte (Myrtus communis, 5 ml, Artikelnummer 33326) ist ein völlig anderes Öl aus einer anderen Pflanzenfamilie und hat bei uns eine eigene Seite; Zitronenmyrte (Backhousia citriodora) ist ein drittes Öl; und die Süßmyrrhe oder Opoponax (Commiphora erythraea) ist eine andere Art, die in der deutschen Preisliste nicht steht. Wer im Netz „Myrrhe 5 ml" von Young Living findet, hat eines dieser anderen Produkte vor sich. Diese Seite beschreibt ausschließlich das ätherische Myrrhenöl mit der Artikelnummer 33280.

Der Duft ist warm, harzig und erdig, mit einer rauchig-balsamischen Tiefe und einem leicht süßen, fast bittersüßen Unterton. Unser eigenes Buch nennt es eine schwere, meditative Basisnote, die ein Gefühl von Stille und Geborgenheit in den Raum bringt. Das ist eine Beschreibung des Geruchs – eine Aussage über eine gesundheitliche Wirkung ist sie nicht.

Myrrhe verfliegt nicht schnell. Sie ist reich an Sesquiterpenen – großen, schweren Duftmolekülen wie Furanoeudesma-1,3-dien und Curzeren –, und genau die geben dem Öl seine dickflüssige Konsistenz und die lange Standzeit. Im Alltag heißt das: Myrrhe eignet sich als warmes Fundament unter frischeren Kopfnoten und bleibt lange im Raum.

Gehört ausdrücklich nicht in den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser: Myrrhe ist so zähflüssig, dass sie das Gerät verstopfen kann. Unsere Fachquelle rät an zwei Stellen ausdrücklich davon ab, und unsere Website schreibt es seit Langem so. Der einfache Ersatz ist die direkte Inhalation – Flasche öffnen, ein paar Zentimeter unter die Nase halten, zwei, drei ruhige Atemzüge nehmen.

Eines der ältesten Duftharze der Menschheit: Der Name taucht in ägyptischen Gräbern, in biblischen Texten und in der ayurvedischen Tradition Indiens auf, und zusammen mit Weihrauch reiste Myrrhe über Jahrtausende auf den großen Karawanenrouten der Weihrauchstraße. Weihrauch ist auch botanisch der nächste Nachbar – beide gehören zur Familie der Balsambaumgewächse.

Kostbar und ergiebig zugleich: 120,55 Euro für 15 ml sind rund 8,04 Euro je Milliliter und etwa 0,40 Euro je Tropfen (Stand der deutschen Preisliste vom 1. April 2026). Weil bei diesem Öl fast alle Anwendungen mit einem einzigen Tropfen auskommen, reicht ein Fläschchen sehr lange.

Myrrhe steckt in einer ganzen Reihe fertiger Ölmischungen. In Deutschland erhältlich sind davon unter anderem 3 Wise Men, Abundance, Exodus II, White Angelica, Egyptian Gold, Gratitude, Inspiration, Humility und The Gift sowie die KidScents-Mischungen GeneYus und KidPower; andere myrrhehaltige Mischungen wie Roots, Reconnect, Wings, Sacred Angel, Inner Harmony und 25 Years Young stehen nicht in der deutschen Preisliste. Wichtig dabei: Dass Myrrhe irgendwo als Bestandteil auftaucht, ist keine Aussage über dieses Einzelöl – und schon gar keine Altersfreigabe, denn die KidScents-Mischungen sind fertig verdünnte Produkte mit eigener Zweckbestimmung. Als Set gibt es außerdem das Oils of Ancient Scripture Kit (Artikelnummer 19342, 366,38 Euro inklusive Mehrwertsteuer, 234 PV, Stand 1. April 2026); unsere Fachquelle zählt Myrrhe zu dieser Zusammenstellung, ob die heute ausgelieferte Fassung damit übereinstimmt, sagt die Preisliste nicht.

Drei Punkte gehören zu diesem Öl wie sein Duft: In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen", in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend. Eine belegte Altersfreigabe für Kinder liegt uns nicht vor – deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Und Myrrhe gehört zur regulären Linie, wird also ausschließlich aromatisch oder verdünnt auf der Haut angewendet, nicht eingenommen.

4 Anwendungen für Myrrhe

Konkrete Ideen, wie du Myrrhe in deinen Alltag integrieren kannst.

Direkt aus der Flasche einatmen

Öffne die Flasche, halte sie einige Zentimeter unter die Nase und nimm zwei, drei ruhige Atemzüge. Das ist bei Myrrhe der Hauptweg zum Duft, weil das Öl nicht in den Diffuser gehört – und der sparsamste dazu: Es geht kein Tropfen verloren, und weil nichts auf die Haut kommt, stellt sich auch keine Verdünnungsfrage. Genau diese aromatische Anwendung nennt unsere Fachquelle für Myrrhe. In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – dann bleibt auch diese Anwendung weg; in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

direkt aus der Flasche inhalieren

Verdünnt in den Handflächen einatmen

Gib 1 Tropfen Myrrhe in 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl – zum Beispiel Jojoba oder fraktioniertes Kokosöl –, verreibe die Mischung kurz zwischen den Handflächen und atme ein paar Mal tief ein. Das ergibt rund 1 Prozent und bleibt deutlich unter unserer Obergrenze von 3 Prozent. Unser Buch beschreibt diesen Weg mit 1 bis 2 unverdünnten Tropfen in der hohlen Hand; so übernehmen wir ihn nicht, weil auf der Haut bei uns nur verdünnt aufgetragen wird. Für den reinen Duft ohne Hautkontakt reicht ohnehin die Flasche unter der Nase. In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – dann bleibt auch diese Anwendung weg; in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

1 Tropfen auf 1 TL (5 ml) Trägeröl ≈ 1 %

Pflegende Massage für trockene, beanspruchte Haut

Gib 1 Tropfen Myrrhe in 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl wie Jojoba oder fraktioniertes Kokosöl und massiere die Mischung sanft ein – an Händen, Ellenbogen oder Füßen, also dort, wo die Haut trocken und beansprucht ist. Das ergibt rund 1 Prozent. Vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle testen und 24 Stunden abwarten; nicht auf gereizte oder verletzte Haut, nichts in Augennähe. In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – dann bleibt auch diese Anwendung weg; in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

1 Tropfen auf 1 TL (5 ml) Trägeröl ≈ 1 %

Vor einem stillen Moment auf Handgelenke oder Brustbein

Gib 1 Tropfen Myrrhe in 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl – rund 1 Prozent – und tupfe etwas davon auf die Handgelenke oder das Brustbein, bevor du dich zum Innehalten, Beten oder Meditieren zurückziehst. Der schwere, harzige Duft schafft eine ruhige, andächtige Atmosphäre und bleibt lange. Auch hier gilt: nichts in Augennähe, und bei empfindlicher Haut vorher an einer kleinen Stelle testen. In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – dann bleibt auch diese Anwendung weg; in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

1 Tropfen auf 1 TL (5 ml) Trägeröl ≈ 1 %

Sabrina und Dominik

Unser Tipp

Myrrhe ist zäh wie Honig und wird beim Stehen noch klebriger – das Harz setzt sich am Flaschenrand ab, und irgendwann bekommst du den Deckel kaum noch auf. Dann hilft warmes (nicht kochendes) Wasser: Lass es kurz über Verschluss und Flaschenhals laufen, das Harz am Rand wird weicher und die Flasche geht wieder leicht auf. Zum Tropfen wärmst du die Flasche vorher ein wenig in der Handfläche an, dann fließt das Öl williger. Und damit es gar nicht erst so weit kommt: Gewinde ab und zu mit etwas Pflanzenöl einreiben und den Rand nach jedem Gebrauch abwischen.

Beliebte Mischungen mit Myrrhe

Pflege-Öl für beanspruchte Hände (30 ml)

Die Tropfen in 30 ml Jojobaöl geben – das ergibt rund 1 Prozent und ist damit bewusst mild. Abends dünnschichtig auf trockene Hände und Nägel einmassieren. In einer dunklen Glasflasche aufbewahren, vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle testen und 24 Stunden abwarten. Unser Buch setzt hinter dieses Rezept ausdrücklich den Hinweis „Nicht in der Schwangerschaft" – der gilt hier genauso, und in der Stillzeit bleiben wir ebenfalls zurückhaltend.

Myrrhe3 Tropfen
Lavendel3 Tropfen

Erdendes Roll-on für stille Momente (10 ml)

Die Tropfen in ein 10-ml-Rollerfläschchen geben und mit fraktioniertem Kokosöl auffüllen – das ergibt 3 Prozent und liegt damit genau auf unserer Obergrenze für Erwachsene. Uns liegt dieses Rezept aus unserem eigenen Buch auch mit 11 Tropfen vor; das wären 5,5 Prozent und damit fast das Doppelte der Grenze, deshalb steht hier die heruntergerechnete Fassung. Vor einer stillen Auszeit auf Handgelenke und Brustbein rollen und tief einatmen. Wichtig: Orange ist ein Zitrusöl – nach dem Auftragen 12 bis 48 Stunden keine direkte Sonne und kein Solarium auf den behandelten Stellen, oder das Roll-on abends und an bedeckten Stellen benutzen. In der Schwangerschaft bleibt es weg, und in der Stillzeit bleiben wir ebenfalls zurückhaltend.

Myrrhe2 Tropfen
Weihrauch2 Tropfen
Orange2 Tropfen

Sicherheitshinweise

  • In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – das ist der wichtigste Hinweis dieser Seite, und der Weg dahin gehört dazu. Die Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns orientieren, nennt Myrrhe an zwei Stellen gleichzeitig: einmal in der gelben Gruppe („mit Vorsicht") und einmal in der orangen („nicht empfohlen"). Wir folgen der strengeren der beiden Nennungen, weil beide unserer eigenen Bücher deutlich sind: Myrrhe wird in der gesamten Schwangerschaft gemieden. Was „nicht empfohlen" bei uns heißt: in der Schwangerschaft zurückstellen und danach wieder aufnehmen – für fast alles davon gibt es solange eine grüne Alternative. Das gilt für jede Anwendungsart, auch für den bloßen Raumduft. Zur Einordnung der Quelle: Diese Ampelliste ist eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine behördliche Bewertung – sie ist aber die vorsichtigere Angabe, und der folgen wir. In der Stillzeit bleiben wir ebenfalls zurückhaltend; eine eigenständige Einstufung liegt uns dafür nicht vor, unsere Bücher sagen dazu nur „zurückhaltend und im Zweifel Hebamme oder Ärztin fragen". Sprich die Anwendung ätherischer Öle in beiden Zeiten vorab mit Ärztin, Arzt, Hebamme oder Heilpraktikerin ab.
  • Myrrhe gehört nicht in den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser. Das Öl ist so zähflüssig, dass es die Düse verstopfen und die Reinigung erschweren kann; unsere Fachquelle rät an zwei Stellen ausdrücklich vom Diffundieren ab und nennt Myrrhe in einem Atemzug mit Vetiver, Baldrian und Sandelholz. Auf unserer Website steht dieser Hinweis seit Langem, und wir halten ihn hier durch: Diese Seite trägt deshalb kein Diffuser-Rezept. Unser eigenes Buch lässt einen einzigen Tropfen in einem robusten Gerät zu, kombiniert mit einem leichteren Öl – dieser Ausnahme folgen wir nicht, weil das Risiko allein beim Gerät liegt und der Duft auch ohne Zerstäuber zu haben ist. Wer Myrrhe im Raum haben möchte, atmet sie direkt aus der Flasche ein.
  • Auf der Haut nur verdünnt. Unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent – gerechnet mit 20 Tropfen auf 1 Milliliter, also höchstens 6 Tropfen auf 10 ml Trägeröl. Für Myrrhe nennt unser Buch 1 Tropfen auf 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl, also rund 1 Prozent; daran halten wir uns, und alle Rezepte auf dieser Seite liegen zwischen 1 und 3 Prozent. Zwei Angaben aus unseren Quellen übernehmen wir ausdrücklich nicht: Die Verdünnungstabelle unserer Fachquelle nennt für Myrrhe 50:50, also 50 Prozent und damit mehr als das Sechzehnfache unserer Obergrenze. Und ein Roll-on-Rezept aus unserem eigenen Buch ergab nachgerechnet 5,5 Prozent; es steht hier nur heruntergerechnet. Vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle testen und 24 Stunden abwarten – einen solchen Hautempfindlichkeitstest empfiehlt unsere Fachquelle allgemein. Nicht auf gereizte oder verletzte Haut, nichts in Augennähe.
  • Für Myrrhe liegt uns keine belegte Altersfreigabe vor, deshalb geben wir hier keine aus – und deshalb nennen wir für Kinder auch keine Dosierung. Wir legen die Beleglage offen: Unsere Fachquelle nennt zu Myrrhe gar keine Altersangabe, und die Alterstabellen, an denen wir uns sonst orientieren, führen Myrrhe in keiner Stufe. Nur unser eigenes Buch nennt eine Untergrenze, und es rät im selben Atemzug, für Babys und Kleinkinder mildere Öle wie Lavendel oder Orange zu wählen. Eine einzelne Quelle reicht uns für eine Freigabe nicht, und weil die Angabe restriktiv ist, verlieren wir dadurch nichts. Eine Abgrenzung gehört dazu: Dass Myrrhe in den fertig verdünnten KidScents-Mischungen GeneYus und KidPower steckt, ist keine Freigabe für das pure Öl – das sind eigene Produkte mit eigener Zweckbestimmung. Wenn du Myrrhe im Zusammenhang mit Kindern einsetzen möchtest, sprich das vorher mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme ab. Das Fläschchen gehört außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt.
  • Nicht zur inneren Anwendung. Myrrhe gehört zur regulären Linie – reguläre Öle wenden wir ausschließlich aromatisch oder verdünnt auf der Haut an, nicht in Wasser, nicht in Kapseln, nicht in Speisen. Eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante von Myrrhe, also die Produktlinie, die bei Young Living für die Küche gedacht ist, gibt es in der deutschen Preisliste (Stand 1. April 2026) nicht. Unsere Fachquelle beschreibt für Myrrhe ausführlich das Gurgeln, das Schlucken und weitere innere Anwendungen; diese Angaben übernehmen wir nicht.
  • Myrrhe selbst macht die Haut nicht lichtempfindlich: Sie ist kein Zitrusöl, steht nicht auf der Liste lichtempfindlich machender Öle und trägt in der Verdünnungstabelle unserer Fachquelle auch nicht deren Kennzeichnung. Vorsicht gilt nur bei Mischungen mit Zitrusanteil – auf dieser Seite betrifft das das Roll-on mit Orange: nach dem Auftragen 12 bis 48 Stunden keine direkte Sonne und kein Solarium auf den behandelten Stellen, oder abends und an bedeckten Stellen anwenden.
  • Leben Katzen im Haushalt, gilt besondere Vorsicht: Katzen bauen viele Öl-Bestandteile schlechter ab. Myrrhe deshalb nie auf das Tier auftragen und nichts ins Trinkwasser geben. Weil Myrrhe bei uns ohnehin nicht in den Diffuser kommt, entfällt die Frage nach dem Zerstäuben hier – wer sie direkt aus der Flasche einatmet, tut das am besten nicht dort, wo die Katze liegt, und lässt ihr immer die Möglichkeit, den Raum zu verlassen.
  • Kühl, dunkel und gut verschlossen lagern, außer Reichweite von Kindern. Dass Myrrhe im Fläschchen zäh wird und am Rand verharzt, ist normal und kein Verderb – warmes (nicht kochendes) Wasser über Verschluss und Flaschenhals laufen lassen, dann geht die Flasche wieder auf. Und ganz allgemein: Ätherische Öle ersetzen keine medizinische Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen und bei gesundheitlichen Beschwerden vorher ärztlichen Rat einholen.
  • Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden – rund um die Augen wird kein ätherisches Öl aufgetragen. Brennt Öl auf der Haut, hilft ein fettes Pflanzenöl (zum Beispiel Oliven- oder Kokosöl); Wasser verschlimmert es, weil Öl und Wasser sich nicht verbinden, und Milch ist ebenfalls ungeeignet. Ist etwas ins Auge geraten, gilt dasselbe: nicht mit Wasser spülen, sondern ein fettes Pflanzenöl verwenden. Ruf zusätzlich den Giftnotruf 030 19240 an und folge dessen Anweisungen.

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Myrrhe in der Praxis

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Häufige Fragen zu Myrrhe

Kann ich Myrrhe in den Diffuser geben?

Nein – und das ist die wichtigste praktische Angabe zu diesem Öl. Myrrhe ist ein Harzöl und so zähflüssig, dass sie einen Ultraschall- oder Wasser-Diffuser verstopfen und die Reinigung erschweren kann. Unsere Fachquelle rät an zwei Stellen ausdrücklich vom Diffundieren ab und nennt Myrrhe dabei zusammen mit Vetiver, Baldrian und Sandelholz; auf unserer Website steht dieser Hinweis seit Langem. Deshalb steht in der Übersicht dieser Seite beim Diffuser ein Nein, und deshalb findest du hier auch kein Diffuser-Rezept. Unser eigenes Buch lässt eine Ausnahme zu – einen einzigen Tropfen in einem robusten Gerät, kombiniert mit einem leichteren Öl –; dieser Ausnahme folgen wir nicht, weil das Risiko allein beim Gerät liegt. Der einfache Ersatz: Flasche öffnen, ein paar Zentimeter unter die Nase halten und zwei, drei ruhige Atemzüge nehmen. Dabei kommt nichts auf die Haut, eine Verdünnungsfrage stellt sich also nicht. Unabhängig von der Anwendungsart gilt: In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen", und das schließt den Raumduft ein.

Wie riecht Myrrhe – und wie wende ich sie an?

Myrrhe riecht warm, harzig und erdig, mit einer rauchig-balsamischen Tiefe und einem leicht süßen, fast bittersüßen Unterton; unser Buch nennt sie eine schwere, meditative Basisnote, die lange im Raum bleibt. Prägend sind Sesquiterpene wie Furanoeudesma-1,3-dien und Curzeren – sie machen das Öl zäh und langlebig. Am einfachsten ist die aromatische Anwendung direkt aus der Flasche: öffnen, unter die Nase halten, zwei, drei ruhige Atemzüge. In den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser gehört Myrrhe nicht, sie kann das Gerät verstopfen. Für die Haut wird sie verdünnt: 1 Tropfen in 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl ergibt rund 1 Prozent und bleibt damit deutlich unter unserer Obergrenze von 3 Prozent, das sind 6 Tropfen auf 10 ml. Aufgetragen wird auf Hände, Ellenbogen, Füße, Handgelenke oder das Brustbein; nichts in Augennähe, nicht auf gereizte oder verletzte Haut, und vor der ersten Anwendung an einer kleinen Stelle testen und 24 Stunden abwarten. Myrrhe selbst macht die Haut nicht lichtempfindlich – eine Sonnenkarenz von 12 bis 48 Stunden brauchst du nur bei Mischungen mit Zitrusanteil, auf dieser Seite beim Roll-on mit Orange. Zur inneren Anwendung ist Myrrhe nicht geeignet; sie gehört zur regulären Linie. Und in der Schwangerschaft führen wir sie als „nicht empfohlen", in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

Ist Myrrhe in der Schwangerschaft oder Stillzeit geeignet?

In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – sie wird also zurückgestellt und nach der Geburt wieder aufgenommen; für fast alles davon gibt es solange eine grüne Alternative. Wie wir dahin kommen, gehört zur Antwort: Die Schwangerschafts-Ampelliste, an der wir uns orientieren, nennt Myrrhe an zwei Stellen gleichzeitig – einmal in der gelben Gruppe („mit Vorsicht") und einmal in der orangen („nicht empfohlen"). Wir folgen der strengeren der beiden Nennungen, weil beide unserer eigenen Bücher sagen, dass Myrrhe in der gesamten Schwangerschaft gemieden wird. Das gilt für jede Anwendungsart, auch für den bloßen Raumduft, und auch für die Rezepte auf dieser Seite – unser Buch setzt hinter das Handpflege-Öl ausdrücklich den Hinweis „Nicht in der Schwangerschaft". Die Ampelliste ist dabei eine privat zusammengestellte Aromatherapie-Übersicht mit Stand Februar 2024 und keine behördliche Bewertung; sie ist aber die vorsichtigere Angabe. Für die Stillzeit liegt uns keine eigenständige Einstufung vor: Unsere Bücher sagen dazu nur, zurückhaltend zu bleiben und im Zweifel Hebamme oder Ärztin zu fragen – dabei bleiben wir. Sprich die Anwendung ätherischer Öle in beiden Zeiten vorab mit Ärztin, Arzt, Hebamme oder Heilpraktikerin ab. Unabhängig davon gilt: auf der Haut nur verdünnt, unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent, und zur inneren Anwendung ist Myrrhe nicht geeignet.

Ist Myrrhe für Kinder geeignet?

Dazu können wir nichts Belastbares sagen, und wir erfinden hier nichts. Für Myrrhe liegt uns keine belegte Altersfreigabe vor: Unsere Fachquelle nennt zu diesem Öl gar keine Altersangabe, und die Alterstabellen, an denen wir uns sonst orientieren, führen Myrrhe in keiner Stufe. Nur unser eigenes Buch nennt eine Untergrenze und rät im selben Atemzug, für Babys und Kleinkinder mildere Öle wie Lavendel oder Orange zu wählen – eine einzelne Quelle reicht uns für eine Freigabe nicht. Deshalb setzen wir hier keine eigene Altersgrenze und nennen für Kinder auch keine Dosierung. Eine Abgrenzung hilft: Dass Myrrhe in den fertig verdünnten KidScents-Mischungen GeneYus und KidPower enthalten ist, ist keine Freigabe für das pure Öl – das sind eigene Produkte mit eigener Zweckbestimmung, Myrrhe mit der Artikelnummer 33280 dagegen ein unverdünntes Einzelöl im 15-ml-Fläschchen. Wenn du Myrrhe im Zusammenhang mit Kindern einsetzen möchtest, sprich das vorher mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Hebamme ab und bewahre das Fläschchen außer Reichweite auf. Für Erwachsene gilt auf der Haut ohnehin: nur verdünnt, 1 Tropfen auf 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl ergibt rund 1 Prozent, unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent. In den Ultraschall-Diffuser gehört Myrrhe unabhängig vom Alter nicht, weil sie das Gerät verstopfen kann. Und in der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – das gilt für jede Anwendungsart, auch für den bloßen Raumduft; in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

Was kostet Myrrhe – und gibt es eine kleinere Flasche?

Myrrhe gibt es in genau einem Gebinde: Artikelnummer 33280, 15 ml. In der deutschen Preisliste (Stand 1. April 2026) liegt der Preis bei 120,55 Euro inklusive Mehrwertsteuer (77 PV) – das sind rund 8,04 Euro je Milliliter und etwa 0,40 Euro je Tropfen. Ein 5-ml-Fläschchen, einen Roll-on oder eine Plus- beziehungsweise Vitality-Variante von Myrrhe führt diese Preisliste nicht. Wer im Netz „Myrrhe 5 ml" von Young Living findet, hat deshalb sehr wahrscheinlich ein anderes Produkt vor sich: Myrte (Artikelnummer 33326, 27,38 Euro für 5 ml) oder die Süßmyrrhe (Opoponax), die in Deutschland nicht geführt wird. Weil bei Myrrhe fast jede Anwendung mit einem einzigen Tropfen auskommt, reicht ein Fläschchen sehr lange. Zwei Dinge gehören zur Kaufentscheidung: In den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser gehört dieses Öl nicht, es kann das Gerät verstopfen – wer vor allem Raumduft sucht, ist mit einem leichteren Öl besser bedient. Und in der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen", in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend. Auf der Haut wird sie ausschließlich verdünnt angewendet, unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent, das sind 6 Tropfen auf 10 ml Trägeröl.

Ist Myrrhe dasselbe wie Myrte oder Süßmyrrhe?

Nein, das sind drei verschiedene Öle – und weil die Namen sich ähneln, ist die Verwechslung häufig. Myrrhe (Commiphora myrrha) ist ein Harzöl aus der Familie der Balsambaumgewächse, warm und erdig im Duft, und kommt im 15-ml-Fläschchen mit der Artikelnummer 33280. Myrte (Myrtus communis) ist ein Myrtengewächs, frisch und eukalyptusähnlich im Duft, kommt in 5 ml unter der Artikelnummer 33326 und kostet 27,38 Euro – ein anderes Öl mit einer eigenen Seite bei uns. Zitronenmyrte (Backhousia citriodora, „Lemon Myrtle") ist eine australische Pflanze mit zitroniger Note und wieder ein anderes Produkt. Und die Süßmyrrhe oder Opoponax (Commiphora erythraea) ist zwar eine verwandte Art, aber ein eigenes Öl mit anderem Inhaltsstoffprofil; in der deutschen Preisliste steht sie nicht. Wichtig für die eigene Recherche: Angaben zu einem dieser Öle lassen sich nicht auf die anderen übertragen – das gilt für die Verdünnung ebenso wie für die Schwangerschafts-Einstufung. Für Myrrhe selbst gilt: auf der Haut nur verdünnt, rund 1 Prozent, Obergrenze 3 Prozent; nicht in den Ultraschall-Diffuser; in der Schwangerschaft „nicht empfohlen"; keine innere Anwendung.

Mein Myrrhe-Fläschchen klebt und lässt sich kaum öffnen – was tun?

Das ist bei Myrrhe normal und kein Zeichen für Verderb. Das Öl ist zäh wie Honig und wird beim Stehen noch klebriger; am Flaschenrand setzt sich Harz ab, und dann geht der Verschluss schwer auf. Lass kurz warmes – nicht kochendes – Wasser über Verschluss und Flaschenhals laufen, das Harz wird weicher und die Flasche lässt sich wieder öffnen. Zum Tropfen wärmst du sie vorher ein wenig in der Handfläche an, dann fließt das Öl leichter. Vorbeugen kannst du, indem du das Gewinde ab und zu mit etwas Pflanzenöl einreibst und den Rand nach jedem Gebrauch abwischst. Gelagert wird Myrrhe kühl, dunkel, gut verschlossen und außer Reichweite von Kindern. Dieselbe Zähflüssigkeit ist übrigens der Grund, warum Myrrhe nicht in den Ultraschall- oder Wasser-Diffuser gehört: Sie kann die Düse verstopfen. Und für die Haut gilt unverändert: nur verdünnt, 1 Tropfen auf 1 Teelöffel (etwa 5 ml) Trägeröl ergibt rund 1 Prozent, unsere Obergrenze liegt bei 3 Prozent. In der Schwangerschaft führen wir Myrrhe als „nicht empfohlen" – dann bleibt sie unabhängig von der Anwendungsart weg, auch beim bloßen Riechen an der Flasche; in der Stillzeit bleiben wir zurückhaltend.

Wichtiger Hinweis: Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ätherische Öle und verwandte Pflanzenauszüge sind keine Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.

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